Hier wird gezeigt, was im Fallenbrunnen geht

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Das Team hinter dem Festival hat noch einiges zu tun: Claus-Michael Haydt, Silvio Godon, Bernd Eiberger, Joachim Landkammer und
Das Team hinter dem Festival hat noch einiges zu tun: Claus-Michael Haydt, Silvio Godon, Bernd Eiberger, Joachim Landkammer und Anika Bollinger (von links). (Foto: Ralf Schäfer)

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www.kulturhaus-caserne.de

Kultur aus der Region für die Region und der Anspruch, nicht die bekanntesten Künstler, Bands oder Theatergruppen auf die Bühne zu bringen, dafür aber sehr gute, kreative und auch mal gegen den Strich gebürstete Kultur zu zeigen, das ist das Kulturhaus Caserne und die zugehörige gGmbH. Und das ist die Spielstätte des zweiten FAB Festivals, dessen Premiere vor einem Jahr aus einer Idee des Kulturforums Fallenbrunnen entstanden ist.

Hier wird ein Programm gezeigt, das kein Genre ausspart und das in erster Linie Kultur ermöglichen will.

Das Festival ist ein Gegenentwurf zu Hochglanzprospekten und Kultur in Abendgarderobe, geht aber mit keinem geringeren Anspruch ans Werk. Hier treten ambitionierte Musiker auf, Künstler zeigen ihre Werke und Literaten tragen Texte vor. Ein Kinoangebot rundet das Festivalprogramm ab. Im Kulturforum Fallenbrunnen, einem Zusammenschluss aus freien Gruppen kreativ tätiger Menschen, freischaffenden Künstlern, der Zeppelin-Universität, dem Kulturverein Caserne, der Plattform 3/3 sowie aller, die im Fallenbrunnen als Kulturschaffende arbeiten, war vor einem Jahr die Idee entstanden, den Fallenbrunnen gegenüber dem ansonsten sehr präsenten Kulturangebot dieser Stadt zu etablieren.

Es sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass es im Fallenbrunnen seit Jahrzehnten eine Kulturszene gibt, die als mittlerweile offenes Netzwerk aus der ehemaligen Flakkaserne eine Spielstätte für die etwas andere Kultur bietet. Hier kann auch auftreten, wer noch keinen Plattenvertrag hat oder noch kein Engagement an einer festen Bühne besitzt.

Auch das zweite Festival wird von diesem Kulturforum Fallenbrunnen getragen, den Auftakt macht eine Ausstellung, die zwar schon eine Woche zuvor eröffnet wird, bei der aber in der Plattform 3/3 die Künstler Andy Möbius und Ralf Koch mit einer Lichtinstallation und einer Performance aktiv sind.

Um 20 Uhr zeigt das Kino Studio 17 den Filkm „Swimming with Men“, eine Komödie mit einem schwimmenden Männerballett. Der Film wird während des Festivals täglich um 20 Uhr gezeigt, am Sonntag gibt es ab 10 Uhr das Filmfrühstück, in dessen Folge der Film dann um 12 Uhr zu sehen sein wird.

Das Auftaktkonzert bestreitet „Der Nico aus Wien“, ein bei den österreicher Nachbarn hoch angesehener Liedermacher, der schon mal als Bob Dylan vom Praterstern bezeichnet wird. Eine halbe Stunde später bietet der Jazzport im Amicus Flamenco Jazz mit der Band Fabro. Die offizielle Eröffnung des Festivals erfolgt am Freitag, 21. September, um 20.30 Uhr durch Bürgermeister Andreas Köster im Casino. Dem schließt sich auch gleich ein Poetry Slam an, bei dem Slammer aus ganz Baden-Württemberg auftreten.

Und um Text geht es auch bei einer Veranstaltung um 18 Uhr an diesem Freitag. Der Spirituskreis der Zeppelin-Universität trägt in den Kellern des Kulturhauses Werke der Literatur vor. Joachim Landkammer (ZU) sieht diese Veranstaltung in der Tradition des Literaturherbstes, den es in Friedrichshafen nicht mehr gibt. Zwar kostet die Verantaltung keinen Eintritt, wegen der engen Kellerräume mache es dennoch Sinn, sich anzumelden.

Rockmusik der 60er bringt die Band „The Rockin 60s“ auf die Bühne des Theater Atrium, das Konzert beginnt am Freitag um 20 Uhr. Während es für die Veranstaltungen am Donnerstag, Freitag, Sonntag und Montag Einzeltickets gibt, wird für den Samstag ein Festivalticket verkauft, das bis auf die Kinovorstellung alle Veranstaltungen beinhaltet und neun ermäßigt sechs Euro kostet.

Texte toter Dichter

Neben der Ausstellung „Symbiosen“ in der Plattform 3/3 und der Filmvorführung beginnt der Samstag mit Wehwalt Koslovsky, der mit seinem Programm „Wehwalt in der Unterwelt“ die Texte toter Dichter vorträgt. Er ist Poetry Slam Weltmeister und Bühnendichter.

Um 19, 20 und 21 Uhr findet das Rudelsingen als Mitmachkonzert im Atrium statt und ab 19 Uhr treten zehn Bands auf drei Bühnen auf. Nachwuchsbands, regionale Musiker und Leute, die einfach Spaß daran haben, ihre Musik auf die Bpühne zu bringen, sind zu sehen. „Das ist genau das, was wir mit dem Kulturhaus Caserne wollen. Den Leuten soll ermöglicht werden, aufzutreten, ihre Kultur und Kunst zu zeigen und ein Publikum zu bekommen“, sagt Claus-Michael Haydt, Geschäftsführer der Kulturhaus Caserne gGmbH.

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www.kulturhaus-caserne.de

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