Auf die Pro Musica Plakette ist das Sinfonieorchester Friedrichshafen stolz. Mit der Ersten Vorsitzenden Andrea Hengelhaupt (2.
Auf die Pro Musica Plakette ist das Sinfonieorchester Friedrichshafen stolz. Mit der Ersten Vorsitzenden Andrea Hengelhaupt (2. von links) freuen sich Vorstand und Beirat: von links Katharina Möhle (Schatzmeisterin), Joachim Trost (Dirigent), Frauke Bec (Foto: Helmut Voith)
Christel Voith

Auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2016 hat das Sinfonieorchester Friedrichshafen in seiner Mitgliederversammlung am Freitagabend zurückgeblickt. Dreißig Streicher waren am 6. März in Eberswalde bei Berlin dabei, als dem Orchester für 100 Jahre aktives Musizieren die Pro-Musica-Plakette überreicht wurde. Eine Fotoserie erinnerte an das festliche Ereignis, an die Übergabe der Plakette durch Kultusministerin Sabine Kunst und den Auftritt mit Edward Elgars Serenade für Streichorchester e-Moll op. 20.

Gern erinnerte die Vorsitzende Andrea Hengelhaupt in ihrem Rückblick auch an den Festakt im Graf-Zeppelin-Haus, bei dem das Jubiläum mit Musik und Tanz gefeiert wurde, sowie an die Schlosshofserenade in Tettnang mit dem Geiger Thomas Schüler und an das Sinfoniekonzert im Dezember mit der russischen Pianistin Varvara Nepomnyashchaya. Dirigent Joachim Trost nannte dieses Konzert ein Highlight, bei dem das Orchester an der Oberkante seiner Leistungsfähigkeit gespielt habe. Trost erinnerte auch an die besonders harten Bedingungen beim Serenadenkonzert, das bei wüstem Wetter wegen der belegten Stadthalle in der Tettnanger St.-Gallus-Kirche gespielt werden musste, wo die Spieler nicht nur mit dem beschränkten Platz im Altarraum, sondern auch mit dem Nachhall zu kämpfen hatten.

Spannend sind seine Pläne für 2017: Es wird wieder eine Matinee im Festsaal der Weißenau geben, gespielt werden am 26. März Werke von Mozart, Arvo Pärt, Pablo de Sarasate und Leos Janacek. Die Schlosshofserenade in Tettnang wird eine „Romantische Opernnacht“ mit Opern- und Operettenmelodien, es singt die junge Tettnanger Sopranistin Maria Hegele. Beim Programm für das Sinfoniekonzert im Dezember stehen noch zwei Optionen offen, während Trosts Vorplanung längst ins Jahr 2018 reicht. Sehr glücklich ist er über die gute Atmosphäre im Orchester, das Spieler vom Studenten bis zum Rentner vereine. 83 aktive Mitglieder zählt der Verein, dazu 41 passive. Sehr gut besetzt sei besonders das Cello, während er sich bei den ersten und zweiten Geigen noch Verstärkung wünsche. Trosts Dank ging an die Spieler und ihre Stimmführer wie an den sehr engagierten Vorstand, allen voran die Vorsitzende Andrea Hengelhaupt.

„Es stimmen bei uns Stimmung, Töne und Finanzen“, sagte Tuttist Peter Nolte, der nach den positiven Berichten der Schatzmeisterin Katharina Möhle und des Kassenprüfers Hans-Peter Sailer die Entlastung des Vorstands empfahl, die einstimmig erfolgte. Einstimmig gingen auch die Neuwahlen über die Bühne: Notenwart Tommy Strandberg und Kassenprüfer Klaus Zoll führen ihre Ämter weiter, für Andreas Peschke kommt Andreas Klöckner neu als Beisitzer in den Beirat.

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