Im feierlichen Rahmen werden die Nachwuchspreise im Handwerk für das Jahr 2015 vergeben. Eine Smart für ein Jahr dürfen der Zwe
Im feierlichen Rahmen werden die Nachwuchspreise im Handwerk für das Jahr 2015 vergeben. Eine Smart für ein Jahr dürfen der Zwe (Foto: mt)

Der Maurer Andreas Vögele aus Herdwangen-Schönach, der Elektroniker Ralf Schwertfeger aus Fronhofen und der Schreiner Robert Gunzert aus Salem-Beuren haben die Nachwuchspreise des Handwerks erhalten. Sie haben sich nach dreijähriger Lehre mit dem besten Notendurchschnitt aus Fertigkeits- und Kenntnisprüfung hervor getan.

Andreas Vögele und Ralf Schwertfeger fahren für je ein Jahr einen nagelneuen Smart, überreicht vom Vorstand der Fränkel-Siftung, Peter Buck, und Klaus-Dieter Schmidberger von Sparkasse Bodensee. Kreishandwerksmeister Christof Binzler und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Georg Beetz, überreichten dem drittplatzierten Robert Gunzert ein Meister-Stipendium der Kreishandwerkerschaft.„Das ist genau der richtige Preis für mich“, meinte Gunzert, der als Überzeugung und Liebe zum Schreinerhandwerk sogar nach dem Abitur ein Informatiker-Studium abgebrochen hatte und jetzt in zwei bis drei Jahren die Meisterprüfung ablegen will.

Welcher Wertschätzung und Bedeutung der Nachwuchspreis des Handwerks beigemessen wird, dokumentierte der feierliche Rahmen der bereits vierten Verleihung im Foyer des Landratsamtes. So konnte Hausherr Lothar Wölfle neben Eltern und Ausbildern der drei Preisträger mit Landtagsabgeordneten Martin Hahn (Grüne), Dieter Stauber (SPD) und Susanne Schwaderer (CDU) aus Vertreter der Politik begrüßen.

Sowohl Wölfle als auch Kreishandwerksmeister Binzler und KHS-Geschäftsführer Beetz waren sich darüber einig, dass das Handwerk eines der „tragenden Säulen der Gesellschaft“ sei. Damit man sich über so alltägliche Sachen wie ein Dach über den Kopf, warmes Wasser aus dem Hahn ein leckeres Brötchen zum Frühstück freuen könne, dazu brauche man Menschen, „die tun, was zu tun ist“, meinte Beetz. Der Landkreis sehe sich als „guter Partner“ des Handwerks, der sich dafür einsetze, dass die Ausbildungsstandorte in der Fläche erhalten bleiben müssen, sagte Landrat Wölfle.

Sehr wichtige Aufgaben

„Wir brauchen das Handwerk und sehen deshalb in der Werbung ein sehr wichtige Aufgabe“, meinte der Kreishandwerksmeister Binzler. Er ist überzeugt davon, dass die jungen Männer, die die Preise in Empfang nehmen dürften, „hervorragende Botschafter des Handwerks für den Bodensee“ darstellen würden. Der Drittplatzierte Robert Gunzert wurde in der Laudatio eine „gereifte Persönlichkeit“ genannt, die ihren Weg erkannt hat und konsequent eingeschlagen habe. Der 27-jährige hatte sein Informatikstudium an der Hochschule in Karlsruhe nach dem 3. Semester abgebrochen, um im Erlernen des Schreinerhandwerkes seine Passion zu finden. Mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,6 will er jetzt den Meister machen, um anschließend in den Schreinerbetrieb seines Vaters einzusteigen.

Ebenfalls mit 1,6 hat Ralf Schwertfeger seinen Ausbildungsberuf zum Elektroniker abgeschlossen. Weil er krankheitsbedingt nicht an der Feier teilnehmen konnte, durfte seine Frau Nora den Schlüssel für den Smart entgegennehmen.

Mi einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,5 erreichte Andreas Vögele das beste Ergebnis. „Er ist ein fleißiger junger Mann, zuverlässig und sowohl in der Schule als auch auf der Baustelle sehr gut“, beschrieb Wolfgang Braunwarths einen ehemaligen Lehrling und heutigen Mitarbeiter, als er nahm ihm gefragt worden sei, hieß es in der Laudatio. „Der Beruf Maurer hat Perspektive und ist immer gefragt“ meinte der Ausgezeichnete gegenüber der SZ.

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