„Haben gemerkt, was wir alles können“

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 Beim Bogenschießen können die jungen Teilnehmer des Caritas-Angebots „Spring in the City“ eigene Stärken entdecken.
Beim Bogenschießen können die jungen Teilnehmer des Caritas-Angebots „Spring in the City“ eigene Stärken entdecken. (Foto: A. Muenchmeier)
Schwäbische Zeitung

„Es war rundum schön und hat uns auch persönlich viel gebracht“, sind sich Nina und Ferdinand einig. Die beiden haben zusammen mit einem weiteren Mädchen und vier Jungen im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren an dem viertägigen Ferien-Angebot „Spring in the City“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Friedrichshafen teilgenommen. Es gab unterhaltsame Spiele und spannende Aufgaben zu bewältigen, wie die Caritas mitteilt.

Gerade in der Übergangsphase vom Kind zum Jugendlichen profitierten junge Menschen von einer Unterstützung bei den vielen Themen, die sich ihnen neu eröffnen, sagt Diplom-Psychologin Annika Dohrendorf, Leiterin der Psychologischen Familien- und Lebensberatung (PFL) der Caritas in Friedrichshafen. Zusammen mit ihrem PFL-Kollegen Norbert Hensel leitete sie das Ferien-Gruppenangebot, in dem eigene Stärken und Schwächen genauso behandelt wurden wie Themen wie „Mut und eigene Grenzen wahrnehmen und erweitern“. Das Programm wurde teilweise in Zusammenarbeit mit einem externen Erlebnispädagogen umgesetzt.

Die jungen Teilnehmer kamen aus verschiedenen Schultypen und unterschiedlichen Familienstrukturen. „Wir haben uns alle nicht gekannt, aber ganz schnell kennengelernt und bestens verstanden“, berichten Nina und Ferdinand laut Pressemitteilung. Besonders gut habe ihr das Klettern gefallen, sagt Nina. „Ich habe mir das anfangs gar nicht zugetraut, dann aber gemerkt, dass ich das doch kann“, erzählt sie stolz. Niemand habe sie ausgelacht, vielmehr hätten alle sie ermutigt. Dies sei auch für ihn eine schöne Erfahrung gewesen und habe ihm Mut gemacht, bestätigt Ferdinand und berichtet begeistert vom gemeinsamen Bogenschießen. „Wir durften in den Ferien Neues ausprobieren, was ich allein eher nicht gemacht hätte. Und da habe ich gemerkt, dass das bei mir klappt“, sagt er. Sehr gut gefallen hat den beiden auch das Theaterspielen und dass am vorletzten Tag in der Gruppe gekocht wurde. „Die Verpflegung war zwar immer super, aber das gemeinsame Kochen hat ganz besonders Spaß gemacht“, schwärmen sie. „Als ihr gekocht habt, hat es auch am besten geschmeckt“, lobt Annika Dohrendorf. Die Arbeit mit den Kindern sei auch für sie bereichernd gewesen, betont sie. „Alle waren neugierig und offen. Und wir haben immer direkt sehr ehrliche Rückmeldungen erhalten.“

Durchweg positive Resonanz kommt laut Caritas auch aus den Familien der „Spring in the City“-Teilnehmer. „Wir Eltern sind von Anfang an mitgenommen worden“, sagt etwa Ninas Mutter. Sowohl der Informationsabend im Vorfeld des Ferienangebots als auch das persönliche Abschlussgespräch danach hätten viel gebracht. Die Kinder seien während der Woche erfüllt und voll Begeisterung nach Hause gekommen, hätten jede Menge erzählt und sich auf den nächsten Tag gefreut, so die Mütter. Und noch etwas ist ihnen wichtig: „Wir haben gemerkt, dass es bei dem Angebot nicht nur um Spiel und Ferienspaß ging, sondern dass die Kinder sich auch Themen und Aufgaben stellen und an sich selbst arbeiten mussten. Davon haben sie und auch ihre Familien sehr profitiert.“

Nina und Ferdinand bestätigen dies. „Wir sind bei einigen Dingen viel selbstbewusster, mutiger und stärker geworden, weil wir gemerkt haben, was wir alles können. Und wir haben festgestellt, dass es in einer Gruppe richtig Spaß machen kann“, sagen sie. Für die beiden ist klar: „Wenn es im nächsten Jahr wieder ‚Spring in the City‘ gibt, sind wir mit dabei.“

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