Mit Blick auf den Bodensee fühlt sich Sabine Beck nach wie vor sehr wohl. In ihrer bayerischen Wahlheimat hat die gebürtige Häfl
Mit Blick auf den Bodensee fühlt sich Sabine Beck nach wie vor sehr wohl. In ihrer bayerischen Wahlheimat hat die gebürtige Häflerin zusammen mit ihrem Mann Mathias Petry und der befreundeten Kollegin Barbara Seitle das Kunstprojekt "Huldhub" aus der Taufe gehoben. Bild: Geiselhart (Foto: Brigitte Geiselhart)
Brigitte Geiselhart

Schon mal was von „Hudlhub“ gehört? Soviel sei anfangs bereits verraten: Es geht um einen Einödhof im Herzen von Bayern, aber auch um eine Liedermacherband, um den Schauplatz krimineller Heimatromane und um fantasievolle Kinderbücher. Und um Sabine Beck. Sie ist Teil des dahintersteckenden Gesamtkunstwerks, zu dem auch ihr Mann Mathias Petry und ihre Freundin Barbara Seitle gehören.

Mit ihrer Familie lebt und arbeitet die Mutter eines achtjährigen Sohnes im Landkreis Pfaffenhofen. Doch immer wenn Zeit bleibt, kehrt die gebürtige Häflerin gerne zum schönen Bodensee und natürlich auch zu ihren familiären Wurzeln zurück. 1996 hat die Tochter des ehemaligen langjährigen Bürgermeisters von Oberteuringen am Karl-Maybach-Gymnasium ihr Abitur gemacht. Schon früh entdeckte sie ihr Faible für den Journalismus. Deshalb wagte sie nach ihrer Ausbildung zur Europasekretärin auch die berufliche Neuorientierung, begann im Sommer 2000 mit ihrem Volontariat beim Donaukurier in Ingolstadt und hat dort anschließend auch als Redakteurin gearbeitet. Seit 2008 betreibt Sabine Beck als Selbstständige mit viel Spaß und Engagement das „Kulturbüro8“ in Schrobenhausen, das sich vor allem auch der Kleinkunst und dem Kabarett – ganz besonders in ländlichen Regionen - verpflichtet fühlt.

Zurück zur Eingangsfrage: „Hudlhub“ ist ein Projekt, das von drei Leuten getragen wird, die sich nicht nur privat, sondern auch künstlerisch bestens verstehen und ergänzen. Das durften auch schon die Besucher in der Oberteuringer Mühle bei einem stimmungsvollen Live-Auftritt erleben. Mit unvergleichbarem Sound, mit mehrstimmigem Gesang, mit Gitarre und Percussion wird musiziert und über alles allzu Menschliche gesungen, so wie – in diesem Fall der bayerische – Schnabel gewachsen ist. Für Sabine Beck eine Herzensangelegenheit, wie sie gerne zugibt.

Ihr Hang zur Musik kommt nicht von ungefähr. Schon für ihren Vater war ein Leben ohne Klavier nicht vorstellbar. Also lernte auch die Tochter den Umgang mit den Tasten, bekam außerdem Schlagzeugunterricht und trat darüber hinaus als Sängerin in ihrer Schülerband auf.

Sabine Beck stammt aus dem Schwabenland. Ihr Mann Mathias ist ein gebürtiger „Preiß“. Und doch sind beide längst in Bayern heimisch geworden. „Ich habe mich hier nie fremd, sondern immer angenommen gefühlt. Die Leute sind offen und freundlich“, sagt Sabine Beck – um lachend hinzuzufügen: „Das Erlernen des bayerischen Dialekts war für mich ohnehin nicht schwer.“ Was allerdings nicht ausschließt, dass sie beim Besuch in der alten Heimat den inneren Schalter schnell umzulegen in der Lage ist und mit dem Schwäbeln nach wie vor keinerlei Probleme hat.

„Konrad Kleinmögel und die verlorenen Farben“ heißt das Kinderbuch, das die Geschichte erzählt von einem Volk von Erdkobolden und einem, der auszog, um die Welt zu entdecken. Geschrieben wurde das Buch, das vom Börsenmagazin des Deutschen Buchhandels als eine der besten Kinderbucherscheinungen im Herbst 2018 ausgewählt wurde, von Sabine Beck. Illustriert hat es Heidi Stulle-Gold. Auch das gehört zu „Hudlhub“, genauso wie die mörderischen Heimatgeschichten von Mathias Petry. Ein neuer Roman ist bereits in Arbeit. Auch ein weiteres Kinderbuch soll im kommenden Jahr erscheinen. Man darf also gespannt sein, wie es mit Sabine Beck und „Hudlhub“ weitergeht.

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