Häfler zeigen wenig Interesse am Weltfriedenstag

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Drei Personen neben einem Sportplatz
Elea Gaupp (rechts) zeigt Bestsellerautor Sergio Bambaren das Selfie, das sie kurz zuvor mit ihm aufgenommen hat. Anschließend gibt es noch eine persönliche Widmung von ihm in ihr „Delphin“-Buch. (Foto: kesc)
Kerstin Schwier

Enttäuschte Gesichter bei Diana Masson sowie Klaus Segelbacher und Walter Hahn vom VfB Friedrichshafen. Mit so wenig Besuchern hätten sie nicht gerechnet. Zum ersten Mal haben die drei anlässlich des internationalen Weltfriedenstages am 21. September eine Veranstaltung im Zeppelinstadion organisiert, wollten die Menschen für das Thema Frieden sensibilisieren, wie sie im Vorfeld erklärt hatten. Doch dass sich letztlich nur so wenige für diesen, in ihren Augen so wichtigen, Tag interessierten, hätten sie nicht erwartet.

Dabei hatte sich Diana Masson bei der Ausgestaltung des Programmes einiges einfallen lassen, sodass eigentlich für jeden etwas dabei war. „Wir wären schon froh, wenn mehr Besucher gekommen wären. Wir sind weiter für den Frieden aktiv, ob Friedrichshafen mitmacht oder nicht. Die müssen noch ein bisschen aufwachen,“ erklärte Diana Masson und schob gleich entschlossen hinterher: „Wir haben das zum ersten, aber nicht zum letzten Mal organisiert.“ Vielleicht hätte man noch mehr Werbung für die Veranstaltung machen müssen, gab sie zu Bedenken. Los ging es am Vormittag mit einem zünftigen Weißwurstfrühstück. Derart gestärkt schlenderten die Besucher zu den verschiedenen Ständen im Stadion. Bei Ursula Wagner etwa konnten sie sich über die Philippi-Methode, einer ganzheitlichen Gesundheitspflege, informieren und später von ihr Auszüge aus dem „Buch der Liebe“ (Viktor Philippi) hören. Aus Österreich war Han Eli Tempe mit seiner „Motherdrum“ angereist. Eine Häflerin, die sich von ihm hat „betrommeln“ lassen und sich auf das Schafsfell unter der großen Trommel gelegt hat, war ganz berauscht von diesem einmaligen Erlebnis. „Man muss sich darauf einlassen. Es hatte ganz kurz etwas Bedrohliches, dann sah ich vor meinem inneren Auge Indianer tanzen. Als die Trommel aufgehört hat, fühlte ich mich tief verwurzelt mit der Erde,“ schilderte sie ihre Eindrücke.

Am Stand von Pia und Felix Högner gab es Kunsthandwerk vom Feinsten. Wer ein Los der Tombola, deren Erlös sowie die Einnahmen der gesamten Veranstaltung an das Kinderhospiz „Amalie“ gehen sollen, kaufte, fieberte dem Hauptgewinn in Form von Tickets für das Fußballspiel Bayern München gegen Hoffenheim entgegen. Neben Friedensmeditationen, seelengeführtem Tanzen mit Claudia Löscher und Mantra- Gesängen nach dem Motto: „Singen für den Frieden“ war die Autorenlesung mit Sergio Bambaren einer der Höhepunkte. Der Verfasser von Weltbestsellern wie „Der träumende Delphin“, „Die Rückkehr des träumenden Delphins“ oder „Die Stimme des Meeres“ war mit seiner Tourmanagerin Sylvia Figl gekommen, um sein neues Buch „Der Bote“ vorzustellen. Der Schriftsteller aus Peru zog mit seiner ruhigen, authentischen Art gleich alle Zuhörer in seinen Bann. „Ich kenne alle seine Bücher. Ich bin extra wegen ihm heute hierhergekommen,“ schwärmte Maria Theresia Dorner euphorisch. Auch Fee Tünnermann und Elea Gaupp waren sichtlich angetan von dem „Autor des Herzens“ und ließen sich ihre Bücher von ihm signieren.

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