Häfler Projekte profitieren wieder von „Helfen bringt Freude“

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 Der Scheck war virtuell, die Freude echt (von links): Wilma Rehkugler, Bruni Baumann, Margarete Halter und Hannes Bauer im Febr
Der Scheck war virtuell, die Freude echt (von links): Wilma Rehkugler, Bruni Baumann, Margarete Halter und Hannes Bauer im Februar 2018, als sie erstmals Geld von „Helfen bringt Freude“ erhielten. (Foto: Harald Ruppert)

In einer Woche, am 23. November, beginnt wieder die Aktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“. Mit dem Erlös des Jahres 2018 unterstützte die Hilfsaktion drei Hilfsprojekte aus Friedrichshafen. Sie sollen auch mit den Spenden der neuen Aktion gefördert werden.

Über jeweils 3000 Euro konnten sich 2019 der Verein Kinder- und Jugendhilfe Shimshal, der Verein „Eine Welt“ und der evangelische Kirchenbezirk Ravensburg freuen. Der Kirchenbezirk unterstützt im Westen Kameruns zwei Schulen.

Hannes Bauer, Pfarrer der Friedrichshafener Bonhoeffergemeinde, hat das Engagement in Kamerun vor über 20 Jahren begründet. Im Rahmen der Partnerschaft wurden im Bezirk Fako South zwei Schulen aufgebaut. Die eine führt 700 Mädchen bis zum kamerunischen Abitur, die andere ist eine Grundschule für 200 Kinder. Allerdings befindet sich Kamerun noch immer in einem blutigen Bürgerkrieg. Praktisch jede Familie im Bezirk Fako South habe Todesopfer zu beklagen, berichtet Hannes Bauer. Die Spendengelder der letztjährigen Aktion wurden dem von der Basler Mission eingerichteten Nothilfefond zum Wiederaufbau des Landes übergeben.

Der Friedrichshafener Verein „Eine Welt“ verwendet die Spendengelder zur Begleitung von fünf Schulen, die sich für fairen Handel einsetzen und das Thema auch im Unterricht vermitteln. Dazu ist ein Netz von fachkundigen Betreuern notwendig, die dafür einen Obolus erhalten. Auch für andere Aktionen will der Verein „Eine Welt“ die Personaldecke aufstocken.

Der Verein Kinder- und Jugendbildung Shimshal in Oberteuringen wurde 2002 gegründet, um im pakistanischen Shimshal eine Grund- und Mittelschule zu bauen. Seit 2010 wird auch ein Vorschulkindergarten betrieben. Zuletzt errichtete der Verein ein Wohnheim für 80 Mädchen und Frauen. Den Löwenanteil der Kosten trägt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, zehn Prozent begleicht jedoch der Verein Shimshal. Das Wohnheim befindet sich in unmittelbarer Nähe zu weiteren Bildungseinrichtungen. Damit engagiert sich der Verein insbesondere für die vernachlässigte Bildung des weiblichen Geschlechts.

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