Dem 3:1 gegen Ankara folgt am Dienstagabend ein 3:0 bei Sastamala.
Dem 3:1 gegen Ankara folgt am Dienstagabend ein 3:0 bei Sastamala. (Foto: Guenter Kram)

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen eilen in dieser Saison von Sieg zu Sieg. Auch das finnische Team von Sastamala konnte die Häfler am zweiten Spieltag der Gruppe B in der Champions League nicht aufhalten. Am Ende hieß es 3:0 für das Team vom See (25:22, 25:15, 25:15). In der Tabelle führt der VfB nun mit sechs Punkten.

Vor der Partie hatte der finnische Trainer Sami Kurilla gesagt: „Der VfB Friedrichshafen spielt einen intelligenten Volleyball. Um diese Mannschaft zu schlagen, brauchen wir einen sehr guten Tag.“ Den hatten die Hausherren im ersten nur Satz, doch die Mannschaft von Vital Heynen behielt stets die Nerven und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Eine schnelle Führung glichen die Finnen aus (8:4, 12:12) und gingen dann sogar in Führung. Das Herz der Mannschaft, Zuspieler Simon Tischer, munterte seine Mitspieler danach immer wieder auf, denn Sastamala machte aus einem 16:19 ein 20:19. Erneut hatte das Team einen Rückstand wett gemacht und war in Führung gegangen. Und auch diesmal wusste der VfB eine Antwort. David Sossenheimer mit zwei guten Angriffen und erzwungene Fehler brachten den VfB mit 23:20 in Front. Und diesen Vorsprung gab das Team nicht mehr her (25:22).

Immer auf Erik Sundberg

Die Sätze zwei und drei verliefen ähnlich. Der VfB setzte sich früh ab und machte immer weniger Fehler. Vital Heynen hatte wohl allen mit auf den Weg gegeben, mit dem Aufschlag den Schweden Erik Sundberg zu suchen und dieser hatte enorme Probleme, die Bälle genau zu kontrollieren. Im Angriff punkteten zunächst Diagonalangreifer Urpo Sivula und Olli Kunnari.

Der VfB-Block las Sivula immer besser und stoppte ihn immer wieder. Die Last blieb nun nur bei Olli Kunnari und ein Angreifer kann eine Mannschaft nicht alleine besiegen. Je länger das Spiel dauerte, umso ungefährlicher wurden die Angriffe des ansonsten starken Angreifers. Erstens: weil er selbst die Geduld verlor und zweitens: weil der VfB-Block und die VfB-Annahme stabil war. Selbst Diagonalangreifer Bartlomiej Boladz zeigte Qualitäten in der Feldabwehr. Die ganze Mannschaft funktionierte wie aus einem Guss – und zwar beänstigend gut. Es blieb Mittelblocker Philipp Collin vorbehalten den zweiten Matchball zu verwandeln. Seine Quote im Angriff: zehn Bälle, zehn Punkte, 100 Prozent.

Für die Mannschaft vom Bodensee war es der 15. Sieg im 15. Spiel in allen Wettbewerben – eine unglaubliche Serie. Die Häfler hatten die Finnen auseinandergenommen. „Wir haben fünf Fehler im Aufschlag und fünf Fehler im Angriff gemacht. Das ist sehr gut. Meine Mannschaft hat sehr konstant gespielt und hat wenig zugelassen, auch in den kritischen Situationen in Satz eins blieb sie immer ruhig“, sagte ein glücklicher VfB-Trainer Vital Heynen.

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