Einmal zum Iron Man nach Hawaii – das ist der Lebenstraum vieler Triathleten. Andreas Preyer hat’s geschafft. Und ist als 79. in seiner Altersgruppe zurückgekehrt. „Hawaii ist das Rennen der Rennen und ich war dabei“, schwärmt er gegenüber der Schwäbischen Zeitung.

Der Iron Man auf Hawaii mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 182 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen – gilt als härtester Triathlon der Welt. „Jetzt weiß ich, warum“, sagt Andreas Preyer. Gemeinsam mit drei Laufkollegen aus Ravensburg hat er vor zwei Wochen die Tortur auf sich genommen und damit einen Traum erfüllt. „Es war schon mehr Abenteuer als Wettkampf“ erzählt er zurückblickend. Dabei haben die im Pazifischen Ozean typischen Wetterbedingungen dem 40-Jährigen ganz schön zugesetzt. Bei Wind und Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius blieb die Uhr am Ende bei 10:30 Stunden stehen. Eine Stunde später als bei der Qualifikation in Frankfurt. „Eine etwas bessere Zeit hatte ich mir schon erhofft“, gibt er zu. Aber sein Ziel, unter die besten 100 seiner Altersgruppe zu kommen, hat der 40-Jährige geschafft. Von rund 300 M40-Teilnehmern lief er als 79. ein.

Beim Schwimmen lief’s für den Häfler erstaunlich gut. „Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt“, erzählt er. Beim anschließenden Radfahren war für den Triathleten allerdings Schluss mit lustig. Auf den 180 Kilometern blies den Teilnehmern auf mindestens 120 Kilometern der Gegenwind ins Gesicht. „Den starken Wind hatte ich so nicht erwartet. Das war sehr, sehr anstrengend“, gibt Preyer zu. Die Hitze beim abschließenden Marathon von bis zu 40 Grad sei hingegen gut zu ertragen gewesen. „Mit 3:36 Stunden bin ich meinen zweitschnellsten Marathon bei einem Ironman-Wettkampf gelaufen“, freut er sich. Ebenfalls erfreulich für den Extremsportler: Er hat die zehneinhalb Stunden oder Panne oder einen Krampf überstanden. Und auch der Muskelkater blieb am nächsten Tag aus. Allerdings hat es einige Tage gedauert, bis Andreas Preyer wieder richtig fit war. „So K.o. war ich selten“, erinnert er sich.

Die Müdigkeit ist längst vergessen, die Erlebnisse werden wohl für immer haften bleiben. „In Hawaii dabei zu sein, war ein riesiges Erlebnis. Trotz der Anstrengung hat es Spaß gemacht“, sagt der „Eisenmann“. In nächster Zeit will der Rettungssanitäter mit dem Sport allerdings kürzer treten. „Im Moment kann ich keine Laufschuhe und kein Fahrrad sehen“, sagt er. „Irgendwann werde ich wieder anfangen. Aber nicht nach vorgegebenen Trainingsplan, sondern wie ich Lust und Laune habe.“

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