Häfler Ladeninhaber halten Bonpflicht für „Schwachsinn“

Lesedauer: 5 Min
Ein Kassenzettel neben einer Brötchentüte
Das Zwanzigfache an Bons wird in den Filialen der Bäckerei Weber seit Anfang Januar gedruckt, sagt Geschäftsleiter Hannes Weber. (Foto: smz)

Der Paragraf

Bereits am 22. Dezember 2016 führte das Bundesfinanzministerium den Paragrafen 146a AO (Abgabenordnung) innerhalb des Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen ein. Mit der neuen sogenannten Ordnungsvorschrift für die Buchführung und Aufzeichnung mittels elektronischer Aufzeichnungssysteme trat zum 1. Januar 2020 die Kassenbonpflicht in Kraft. Sie soll verhindern, dass ein Ladenbesitzer an der elektronischen Kasse einen Vorgang löscht, keinen Bon ausdruckt und das Geld für die verkaufte Ware einbehält, ohne die Steuern dafür abzuführen. Laut Bundesrechnungshof wird so künftig verhindert, dass Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen werden können.

Sind die einzigen Gewinner des neuen Paragrafen die Bonpapier-Hersteller? Vom Dönerbuden-Betreiber bis zum Bäckermeister sprechen sich die Geschäftsinhaber mit klaren Worten gegen die Pflicht aus.

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Der Paragraf

Bereits am 22. Dezember 2016 führte das Bundesfinanzministerium den Paragrafen 146a AO (Abgabenordnung) innerhalb des Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen ein. Mit der neuen sogenannten Ordnungsvorschrift für die Buchführung und Aufzeichnung mittels elektronischer Aufzeichnungssysteme trat zum 1. Januar 2020 die Kassenbonpflicht in Kraft. Sie soll verhindern, dass ein Ladenbesitzer an der elektronischen Kasse einen Vorgang löscht, keinen Bon ausdruckt und das Geld für die verkaufte Ware einbehält, ohne die Steuern dafür abzuführen. Laut Bundesrechnungshof wird so künftig verhindert, dass Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen werden können.

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