Häfler Geschäftsmann zu sechs Jahren Haft verurteilt

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Ein Häfler muss sich vor dem Landgericht verantworten.
Ein Häfler muss sich vor dem Landgericht verantworten. (Foto: rase)
Schwäbische Zeitung

Das Landgericht Ravensburg hat am Dienstag einen 58-jährigen Häfler wegen Betrugs zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Vorsitzende Richter Stefan Maier sah es – auch durch das Geständnis des Häfler Geschäftsmannes – als erwiesen an, dass dieser im Zeitraum von August 2014 bis September 2018 unter Vortäuschung seiner Lieferfähigkeit und -bereitschaft gegen Vorkasse Gebraucht- und Neuwagen betrügerisch verkauft hat. Trotz Kaufpreiszahlungen der überwiegend als Autohändler tätigen Käufer lieferte der Angeklagte die Fahrzeuge nicht, weshalb er unberechtigt insgesamt über 650 000 Euro erlangte – und damit die Geschädigten teils an die Grenzen ihrer Existenz brachte.

Ursprünglich war der 58-Jährige in 42 Fällen angeklagt, verurteilt wurde er schließlich wegen Betrugs in 14 Fällen unter Einbeziehung einer früheren Verurteilung (damals ein Jahr) zu der Gesamtstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Zusätzlich wurde er wegen eines weiteren Betruges zu einer weiteren Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Die anderen Taten wurden eingestellt, bei den verbliebenen 15 lag ein gewerbsmäßiges Handeln vor, urteilte Richter Stefan Maier.

Zwar war der Angeklagte geständig, es bestanden jedoch massive einschlägige Vorstrafen – zudem waren die Tatfolgen für die Geschädigten teils erheblich, bis hin zur Existenzgefährdung.

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