Häfler Ausländerbehörde arbeitet nur noch digital

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 Beim Friedrichshafener Ausländeramt werden alle daten nur noch digital erfasst.
Beim Friedrichshafener Ausländeramt werden alle daten nur noch digital erfasst. (Foto: dpa/Daniel Naupold)
Schwäbische Zeitung

Friedrichshafen (sz) - Wer aus einem anderen Land nach Friedrichshafen kommt und bleiben will, meldet sich beim Ausländeramt an. In einer Akte ist von Geburt, Hochzeit und Familie über Berufliches bis hin zum Tod alles gesammelt, was für eine Aufenthaltserlaubnis erforderlich ist. Bisher wurden die Leben der Antragssteller in Papier festgehalten, jetzt ist alles digital, wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt.

Für die Digitalisierung wurden laut der Stadtverwaltung 12 400 Akten mit insgesamt 909 294 Blättern eingescannt. Damit sei Friedrichshafen die erste Ausländerbehörde im Regierungsbezirk Tübingen, die nur noch digital arbeitet. Würden die einzelnen Akten aneinandergereiht, so ergäbe das eine Strecke von rund 160 Metern: 12 400 Leben aus fast 130 Nationen – darunter Österreich, Kroatien, Kanada, Äquatorialguinea und die Mongolei – von etwa der Musikmuschel im Uferpark bis zum Eingang des Lammgartens. Insgesamt habe die Digitalisierung der Akten nicht einmal zwei Monate in Anspruch genommen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Ausländeramtes könnten jetzt digital auf die Daten der Kunden und Kundinnen zugreifen und alles direkt speichern. Das spart sowohl Zeit als auch Platz.

Auch Standesamt arbeitet digital

Auch im Standesamt werden alle relevanten Details für das Personenstandswesen ab 1. Januar 2019 in der gerichtstauglichen e-Sammelakte geführt, das teilt die Stadtverwaltung weiter mit.. Auch hier gelte: Was bisher auf Papier festgehalten wurde, fasst jetzt ein spezielles Computerprogramm zusammen, das bundesweit in Standesämtern eingesetzt wird. Die Daten würden dann im landesweiten Rechenzentrum gespeichert. So könnten pro Jahr insgesamt rund zehn Meter Akten eingespart werden. Vor allem könnten die Akten aber ortsunabhängig geführt werden. Für die Ortsverwaltungen bedeute das zum Beispiel einen deutlich schnelleren Zugriff.

Die Umstellung der Akten ist Teil des Projekts „fn.digital“, mit dem die Stadtverwaltung Schritt für Schritt digitaler wird.

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