Gute Unterhaltung beim Herbstzauber

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„Herbstzauber“ 2019 des Musikverein Kluftern, beim Stück Trompetenherz beim Solo für zwei Trompeten mit (von links) Andreas und
„Herbstzauber“ 2019 des Musikverein Kluftern, beim Stück Trompetenherz beim Solo für zwei Trompeten mit (von links) Andreas und Stefan Öhs zusammen mit dem debütierenden Dirigenten Bernhard Jauch. (Foto: Christian Lewang)
Schwäbische Zeitung
Gerd Kurat

Ein gelungenes Debüt hat Bernhard Jauch als neuer Dirigent beim MV Kluftern beim Herbstzauber-Konzert gefeiert.

Im liebevoll geschmückten Bürgerhaus mit herbstlicher Bühnen- und Tischdekoration war alles für den Auftritt der Gäste aus dem Deggenhauser Tal angerichtet. Mit dem Marsch „Allgäu 1706“ im neuen Alpen-Sound eröffnete die Musikkapelle Homberg Limpach einen unterhaltsamen, geselligen Abend.

Weiter ging es, nach einer kurzen Begrüßung von Thomas Erhard vom MV Kluftern, mit zünftigen Märschen mit Trompetenfanfaren, Polkas und Walzern mit runden Melodien der derzeitig angesagten Volksmusiker. Sie nennen sich „Die Schwindeligen 15“, „Goldene Blasmusik“ oder die „Egerländer Rebellen“. Im Arrangement „The Best of Beatles“ zeigten Dirigent Thomas Zimmermann und seine Musiker, dass sie auch moderne Blasmusik im Repertoire haben. Leider kam ein inniger Kontakt zwischen Publikum und Kapelle nicht so richtig zustande. Eine zündende Ansage, vielleicht ein paar Soloeinlagen, hätten gut getan. Erst bei der Zugabe „Über sieben Brücken musst du gehn“ gab es dann Sonderapplaus für die Musiker aus Limpach.

Gespannt war man natürlich nach der Pause auf den neuen Dirigenten in Kluftern Bernhard Jauch. Bereits im Juni hatte sich der Schweizer Pensionär mit dem Musikverein Beuren der Öffentlichkeit vorgestellt. Nun hat er als Nachfolger des langjährigen Leiters Gerhard Hartwig noch eine zweite Musikkapelle übernommen. Gleich im ersten Traditionsmarsch „Jubelklänge“ von Ernst Uebel spürte man das Anliegen des Trompeters und ausgebildeten Ensembleleiters: Voller Klang, wenn gefordert, aber auch abgesetzte, leise Momente. So gab es für Jauch einen lang anhaltenden Willkommensapplaus.

Nach der gesungenen Polka „Das Feuer brennt weiter“, von Ernst Hutter zum 60jährigen Jubiläum der Egerländer komponiert, startete eine Solistenparade: „Trompetenherz“ mit dem Familienduo Stefan und Andreas Öhs, die „Bayrische Polka“ mit dem Solo-Posaunisten Bernd Müller und die beiden Klarinettisten Christoph Müller und Georg Amman in der „Dudelsackpolka“ erhielten viel verdienten Applaus und brachten gute Stimmung in den Saal. Zum Träumen ein stimmiges Arrangement von „Hey Jude“, bei dem das Thema schön durch alle Register wanderte. Auch im letzten Stück „Just a Gigolo“, mit Hausballett in Stock und Zylinder und Ansager Sebastian Thoma als Sänger, bewies Jauch dass, er auch im Big Band Sound zu Hause ist. Ob er schon alle Strophen der Zugabe „Hoch Badnerland“ singen kann? Dirigiert hat er sie einwandfrei.

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