„Gute Reise“ für Tarek

 Im Kiesel zog die unglaubliche Geschichte 60 kleine Zuhörer in ihren Bann.
Im Kiesel zog die unglaubliche Geschichte 60 kleine Zuhörer in ihren Bann. (Foto: Kinderschutzbund)
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Nach begrüßenden und einführenden Worten von Melanie Eisele vom Kulturamt, konnte das Kinder- und Jugend Theater „Grüne Soße“ aus Frankfurt am Main mit der Erzählung beginnen, über Tareks unglaubliche Reise, der sich damit seinen großen Traum erfüllen will.

Als kleiner Fan von Juventus Turin und Torschützenkönig des winzigen Dorfes von Mali, will er mithilfe der Nummer Neun in dem Verein spielen und ein berühmter Fußballer werden. Mit einer Plastiktüte, in der nur sein Fan-Trikot und die geliebten roten Turnschuhen sind, macht sich Tarek also auf den Weg von Mali zum Mittelmeer und weiter nach Italien zu seiner Lieblingsmannschaft.

Tarek hat aber das Meer noch nie gesehen und so erzählt ihm der Fischer Salvatore, wenn im Sand die Muscheln auftauchen, beginnt das Meer. So nimmt ein außergewöhnliches Abenteuer durch die Wüste seinen Lauf. Zu Fuß, im Zug oder eingezwängt mit vielen Menschen auf einem alten Lastwagen. Bis Tarek in Tripolis zum ersten Mal das Meer sieht hat er Schreckliches erleben müssen. Und dieses Meer ist auch ganz anders als er es sich vorgestellt hat. Es gibt gar keinen sauberen Strand mit Muscheln. Der Fischer Salvatore erklärt ihm, dass mit dem Meer schon lange etwas nicht mehr stimmt. Es schwimmen Dinge darin, die nichts in ihm zu suchen haben. Müll, ja, aber auch Menschen.

Auf einem heruntergekommenen Kahn geht es weiter. Auch der alte Kahn ist überfüllt mit Menschen, so dass Tarek sich nicht halten kann und ins Wasser fällt. Es ist Salvatore, der ihn rettet, denn Salvatore, das heißt Retter. Tareks innigster Traum geht in Erfüllung – Salvatore bringt ihn gesund zu seiner Fußballmannschaft.

Eine anschließende kurze Fragerunde ließ erkennen, wie bewegend und unglaublich die Geschichte auf die Kinder der Schreienesch Grundschule wirkte. Auf die Frage , ob die Geschichte echt ist antwortete der Erzähler Sigi Herold: “Ja, alles was erzählt wurde haben Menschen erlebt – es ist eine wahre Geschichte“.

Im Namen der Kinder dankte Frau Lohr von der Schulsozialarbeit dem Kinderschutzbund und dem Kulturamt für die gute Zusammenarbeit und das mitreisende Kindertheater. „Ein packendes Stück Theater, das auch die Lehrerinnen und Lehrer zur Nachbearbeitung der Thematik angeregt hat“, sagte sie abschließend.

Ein großes Thema über Flüchtlingsschicksale ist einfühlsam inszeniert worden und findet in der Geschichte „Gute Reise“ für Tarek ein glückliches Ende.

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