Sie siegen und siegen und siegen: Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen spielen aktuell auf einem sehr hohen Niveau.
Sie siegen und siegen und siegen: Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen spielen aktuell auf einem sehr hohen Niveau. (Foto: Guenter Kram)

Der VfB Friedrichshafen ist in der laufenden Saison in allen Wettbewerben ungeschlagen. Die Volleyballer vom Bodensee zeigten am Dienstagabend in Finnland am zweiten Spieltag der Champions League dem Team aus Sastamala beim 3:0 (25:22, 25:15, 25:15) die Grenzen auf. 15 Spiele, 15 Siege sind eine beeindruckende und für die Gegner beängstigende Bilanz.

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„Wir konnten den VfB Friedrichshafen in der Annahme nie in Verlegenheit bringen. Das war schon frustrierend für uns“, sagte Mikko Esko, Zuspieler von Sastamala. In dieser Analyse ist das Wort frustrierend wichtig, denn der VfB spielt schon die ganze Saison so stark, dass der Gegner die Geduld verliert und anfängt Fehler zu machen. Sastamala machte 20, das ist fast ein ganzer Satz. Garant für die tolle Annahme ist Libero Markus Steuerwald, der seit Wochen in bestechender Form ist. „Wir haben den Volleyball gespielt, den wir uns vorgenommen haben. Es war ein toller Abend für uns“, meinte VfB-Zuspieler Simon Tischer.

Geduld und Entschlossenheit

In der Tat zeigte der VfB Friedrichshafen wieder seine Stärken wie Geduld, gute Blockarbeit, exzellente Abwehr und die Entschlossenheit in den wichtigen Phasen der Partie zu punkten. „Man muss nicht immer punkten, aber effektiv sollte man sein, um zu gewinnen“, meinte kürzlich VfB-Außenangreifer David Sossenheimer. Beispiel gefällig: Der VfB führte im ersten Satz mit 7:3 und 9:5 und lag dann mit 12:13 zurück. Etwas später zogen die Häfler auf 19:16 davon, lagen aber dann erneut mit 19:20 zurück. Dann kamen die effektiven Angriffe von Sossenheimer und zwei erzwungene Fehler und plötzlich drehte das VfB-Team den Satz (23:20, am Ende 25:22).

Was zeichnet diese VfB-Mannschaft aus, die nun in allen Wettbewerben bislang alle 15 Spiele klar gewonnen hat? Es ist oft dieses eiskalte Kalkül, dass der Gegner die Nerven verliert, wenn man selbst ruhig bleibt. Wenn es aber so einfach wäre, würde es jedes Team tun.

Das sagt der Trainer

Die Mannschaft des VfB arbeitet hart und hat mittlerweile eine mentale Stärke, die fast jeden Gegner aus dem Tritt bringt. „Ich sage meiner Mannschaft immer, dass sie gut ist. Nun glauben mir die Spieler das auch“, betont Vital Heynen.

Das Wissen um die eigene Stärke ist ein großer Trumpf und es könnte eine perfekte Saison für die sympathische Mannschaft vom Bodensee werden. Der professionelle Auftritt aller Spieler beeindruckt viele Trainer, nicht nur Heynen.

Und wenn man bedenkt, dass der erste Diagonalangreifer Daniel Malescha seit Wochen verletzt ist und erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung steht - so die Information des VfB-Trainers - dann kann man die Leistung des Teams nicht hoch genug bewerten. Der zweite Diagonalangreifer Bartlomiej Boladz hatte gegen Sastamala einen schwachen Angriffswert von 31 Prozent, machte nur fünf Punkte, aber der Pole stand in der Abwehr wie eine eins. Die Punkte machten diesmal die Anderen.

Das gute Zusammenspiel aller Mannschaftsteile ist ein weiterer Beleg für den Erfolg des VfB. „Wir sind wie eine große Familie und in einer Familie fühlt man sich sehr wohl“, meinte der beste Punktesammler Athanasios Protopsaltis. Und wenn das so ist, dann hat es jede Mannschaft sehr schwer gegen die „Familie“ VfB zu gewinnen.

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