Große Unterstützung für den Bundesstützpunkt

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Sportstudent Benedikt Rist (links) hat von Stützpunkttrainer Adrian Pfleghar viel gelernt.
Sportstudent Benedikt Rist (links) hat von Stützpunkttrainer Adrian Pfleghar viel gelernt. (Foto: Gunthild Schulte-Hoppe)
Schwäbische Zeitung

Mit selbstgebackenem Apfelkuchen hat Benedikt Rist am 24. September seinen Ausstand bei den Volley Youngstars Friedrichshafen gegeben. Für den Sportstudenten war es der Abschluss seines sechswöchigen Praktikums am Bundesstützpunkt. Dass er anschließend die nun geschlossene ZF-Arena nie wieder betreten würde, hätte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht.

In Friedrichshafen brachte Rist sein bisheriges Know-how ein. Mit seiner Erfahrung als Spieler bei der FT Freiburg Volleyball und als Co-Trainer eines Damen-Zweitligateams in Köln nahm er eine bedeutsame Rolle ein. „Für uns war er als Co-Trainer eine wichtige Unterstützung in der Saisonvorbereitung“, sagt Stützpunkttrainer Adrian Pfleghar, der dem Praktikanten also ein gutes Zeugnis ausstellte. „Benedikt hat einen tollen Job gemacht und schnell eine Beziehung zu den Athleten aufgebaut. Im Training war er eine große Unterstützung und hat die Jungs immer wieder hervorragend gepusht. Darüber hinaus hat er sich umfassend über den Trainerberuf im Nachwuchsleistungssport informiert und alles aufgesogen, was in diesen sechs Wochen passiert ist. Es war eine intensive Zeit mit sehr vielen wichtigen Erfahrungen für seinen weiteren Weg.“

Rist bestätigt Pfleghars Ausführungen: „Bei den Youngstars wird in der Vorbereitung zweimal täglich an drei bis vier Tagen hintereinander trainiert. Dadurch habe ich einen super Einblick in den Trainingsaufbau bekommen und gesehen, wie am Bundesstützpunkt gearbeitet wird.“ Der Ernährungsworkshop für Leistungssportler hat ihn ebenso fasziniert wie die sportpsychologische Beratung, an der er teilnehmen durfte. Schließlich möchte er hier seinen Schwerpunkt im Masterstudium legen. Der Einblick in das Scouting mit „Data Volley“ fand er ebenfalls interessant. Außerdem habe er von Pfleghar viel lernen können. „Adrian ist beim Coaching sehr ruhig, weiß aber in den entscheidenden Situationen, wie er sein Team antreiben kann“, hat der 22-Jährige beobachtet.

Für Rist war es letztlich eine besondere Erfahrung, die Perspektive zu wechseln. Der Freiburger hatte sich den Bundesstützpunkt für sein Pflichtpraktikum im Zuge seines Sportwissenschaftsstudiums in Köln ausgesucht. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich es im Bereich Hochleistungsvolleyball und am Bundesstützpunkt machen wollte“, erklärt er seine Beweggründe, nach Friedrichshafen zu kommen. Praktisch außerdem: Er konnte während der Zeit bei seiner Oma in Kressbronn wohnen. Die ZF-Arena am Bodensee war ihm jedoch nicht ganz neu. Er kannte sie aus Kadermaßnahmen mit der Baden-Württemberg-Auswahl sowie Ligaspielen.

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