Große Vorfreude auf die Europameisterschaft

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Die Gruppe "G-Force" besteht aus Mädchen zwischen 17 und 22 Jahren und hat sich für die EM in Bremerhaven qualifiziert (mit Wel
Die Gruppe "G-Force" besteht aus Mädchen zwischen 17 und 22 Jahren und hat sich für die EM in Bremerhaven qualifiziert (mit Welt- und Europameister Dominik Heinrich im Hintergrund). (Foto: ded)
Jochen Dedeleit

Auf der Homepage der Tanzschule Heinrich wird unter der Rubrik Hip-Hop unmissverständlich erklärt, dass es nicht nur darum gehe, Hip-Hop-Musik zu hören, es gehe darum sie zu fühlen, zu verstehen und mit anderen zu teilen. Und am Ende dieser Botschaft versprechen die Inhaber Romina Feuchter und Dominik Heinrich: Wir tanzen mit euch bis zu internationalen Meisterschaften. Dies geschieht Ende des Monats ein weiteres Mal, wenn es für rund ein Dutzend Tänzerinnen und Tänzer am 27. Juni zu den bis 1. Juli andauernden IDO-Europameisterschaften in die Tanz-Hochburg nach Bremerhaven geht.

Dominik Heinrich ist es anzusehen, wie stolz der ADTV-Tanzlehrer und -Spezialist für Hip-Hop auf seine EM-Fahrer ist. Aber nicht „nur” auf die sieben Mädchen der Gruppe „G-Force”, die in der Hauptgruppe starten werden, oder die höchst erfolgreichen Mehrfachstarter Manuel Prochnow und Rico Bühler, sonderrn auch auf die Teilnehmer der süddeutschen TAF-Meisterschaften der Hip-Hopper vor wenigen Wochen in der Bodensee-Sporthalle, wo die Altersgruppen Kids, Junioren, Hauptgruppe und Jungsenioren in den Kategorien Solo, Duo, Teams und Formationen ihr Können präsentierten. Nachdem Heinrich, der aus dem Turnier- und Formationstanz kommt und dort mit seiner Lebenspartnerin, der ADTV-Tanzlehrerin Romina Feuchter höchst erfolgreich gewesen ist, dauerte es nicht lange, bis sich der 32-Jährige in Kopenhagen mit seiner langjährigen Tanzpartnerin Nina Zipfel zum Weltmeister der International Dance Organization (IDO) im Electric Boogie kürte. Der gebürtige Thüringer Heinrich tanzte sich in den vergangenen Jahren schon zum viermaligen Europameister und wird zusammen mit Nina Zipfel im Norden Deutschlands bei seiner siebten EM zur Titelverteidigung im Electric Boogie antreten.

Beachtlicher vierter Platz

Bei der Süddeutschen, die den Abschluss der diesjährigen Gebietsmeisterschaften bildete und die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft in Bietigheim-Bissingen darstellte waren in allen vier Regionen Deutschlands mehr als 2000 Tänzer mit 3350 Starts angetreten, darunter über 100 Formationen. „Ilenia Errico hat sich sehr gut weiterentwickelt. Sie ist ansonsten eher schüchtern, diesmal sorgte Ilenia mit ihrem Auftreten jedoch für einen Wow-Effekt“, so Heinrich über den beachtlichen vierten Platz der Italienerin im Solo der Juniorinnen.

Erste Plätze heimsten bei der Süddeutschen das Junioren-Duo Prochnow/Bühler, die auch im Electric-Boogie-Juniorenbewerb triumphierten, und Dominik Heinrich in der Electric-Boogie-Hauptgruppe sowie Heinrich mit Nina Zipfel im Duo ein. Wie auch Natural Orlando Fosuhene im Solo Battles der Hauptgruppe. Zweite und dritte Plätze steuerten Manuel Prochnow und Rico Bühler in verschiedenen Kategorien bei – wie die Jungsenioren-Gruppe „HomeRun” (2.). Bei der deutschen Meisterschaft in Bietigheim-Bissingen war es Manuel Prochnow, der der Tanzschule Heinrich im Solo und im Battle zwei Goldmedaillen bescherte. Weiters eine Silberne im Electric-Boogie-Solobewerb und mit Rico Bühler, der nicht seinen besten Tag erwischte, Silber im Duo der Hip-Hopper.

Die Qualifikation für die EM stand für die beiden damit außer Frage, doch auch die Gruppe „G-Force“ in der Hauptgruppe und die Hip-Hop-Ü-30-Gruppe „HomeRun“, die bei den süddeutschen Titelkämpfen Vizemeister wurden, tanzten sich mit jeweiligen fünften Plätzen nach Bremerhaven. Im Oktober stellt sich Dominik Heinrich dann in Kielce bei seiner nächsten Titelverteidigung den WM-Kontrahenten. Zurück zur Homepage der Tanzschule Heinrich, auf der es heißt: Hip-Hop ist eine Lebenseinstellung. Diese Kultur, die sich ganz nach dem Fair-Play-Gedanken wechselseitiger Achtung, Toleranz und vor allem von Respekt lebt, ist aktueller denn je. Dies dürfte auch bei einer EM mit 2324 gemeldeten Startern (735 davon aus dem Gastgeberland) aus insgesamt 18 Nationen gelebt werden.

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