David Sossenheimer (blaues Trikot) will mit dem VfB auch das Rückspiel in Slowenien gewinnen.
David Sossenheimer (blaues Trikot) will mit dem VfB auch das Rückspiel in Slowenien gewinnen. (Foto: Günter Kram)
Sportredakteur

Um 7 Uhr am Mittwochmorgen sind die Volleyballer des VfB Friedrichshafen mit dem Mannschaftsbus in Richtung Slowenien losgefahren, um dort am Donnerstag (18 Uhr/Eurosport) ihr vorletztes Gruppenspiel in der laufenden Runde der Volleyball-Champions-League gegen Ach Volley Ljubljana zu bestreiten. Zwar hat die Mannschaft von VfB-Cheftrainer Vital Heynen mit drei Niederlagen kaum noch Chancen, die Play-off-Phase noch erreichen zu können. Doch wollen die Häfler das Gastspiel in erster Linie nutzen, um ihre aufsteigende Form auch in der europäischen Königsklasse zu bestätigen.

Mit Blick auf den geänderten Modus in der aktuellen Saison und die aktuellen Zwischenstände der fünf Gruppen gestaltet sich die Ausgangslage für den VfB in der Tat alles andere als rosig. Nur die fünf Gruppenersten und drei besten Gruppenzweiten können sich fürs Viertelfinale qualifizieren. Maßgebend im Ranking ist dabei die Anzahl der gewonnenen Spiele, bei Gleichstand die errungene Punktezahl, gefolgt vom Verhältnis gewonnener zu verlorener Spiele. Als Tabellendritter verbucht der VfB vor den beiden noch ausstehenden Gruppenspielen vier Punkte. Der Abstand zum Gruppenzweiten Chaumont beträgt fünf, zum Spitzenreiter St. Petersburg gar sechs Zähler.

Um überhaupt noch in Reichweite der Play-offs kommen zu können, muss Friedrichshafen in Ljubljana und zwei Wochen später in Russland beide Male mit 3:0 oder 3:1 gewinnen und hätte in diesem Fall zehn Punkte auf dem Konto. Zugleich müsste Chaumont zweimal klar verlieren und auch in den parallel laufenden Spielen der Nachbargruppen für den VfB alles perfekt verlaufen, um am Ende in die Runde der letzten Acht vorzustoßen. Angesichts dieser Konstellation bleibt Vital Heynen Realist: „Mit viel Glück kannst du noch Platz zwei holen“, meint er. Zwar hat der VfB-Chefcoach die Champions League noch nicht völlig abgehakt. Sein Fokus richtet sich jedoch auf die Formkurve seiner Mannschaft.

Die steigt von Woche zu Woche nach oben – abzulesen an den klaren Erfolgen in der laufenden Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga. „Die Verletzten kommen nach und nach zurück“, betont Heynen, der mit dem DVV-Pokalfinale am 24. Februar gegen Lüneburg längst das nächste Saisonhighlight im Blick hat. Hier sollen seine wiedergenesenen Spieler möglichst ihr maximales Potenzial ausschöpfen – womit die Partie in Ljubljana für den VfB als Gradmesser in der Vorbereitung dazu dient.

Mitte November in der heimischen ZF-Arena besiegten die Häfler den slowenischen Serienmeister in der europäischen Königsklasse mit 3:0. Damals wurde der VfB-Gegner von Andrej Urnaut trainiert, der in der Vorwoche bei Ach Volley Ljubljana den Hut nehmen musste und durch Matija Pleško ersetzt wurde. Ob dies Heynen & Co. in die Karten spielen wird, bleibt abzuwarten.

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