Grünen-Fraktion stellt Antrag auf Beschrankung für Hinteren Hafen

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Geht es nach Grünen-Stadträtin Christine Heimpel, haben diese Parkscheinautomaten bald ausgedient.
Geht es nach Grünen-Stadträtin Christine Heimpel, haben diese Parkscheinautomaten bald ausgedient. (Foto: Gem)
Schwäbische Zeitung

Die Parkplatzsituation am Hinteren Hafen ist der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in mehrfacher Hinsicht ein Dorn im Auge. Die Parkgebühren seien im Vergleich zum Parkhaus Altstadt in direkter Nachbarschaft zu gering, die CO- und Lärmemissionen zu hoch. Deshalb hat die Fraktion einen Antrag im Gemeinderat gestellt, die Bewirtschaftung mittels einer Schrankenanlage an die Technischen Werke Friedrichshafen GmbH zu vergeben, wie es im Presseschreiben heißt.

Auf dem Parkplatz herrsche permanenter Park-Such-Verkehr. Motoren liegen, Autos hupten, die Tuning-Szene treffe sich. „Auf der anderen Seite erfahren wir regelmäßig aus den Berichten der TWF, dass das Parkhaus Altstadt nicht ausgelastet ist“, sagt die Grünen-Stadträtin Christine Heimpel. In einer Schrankenanlage und einer Angleichung der Tarife zwischen dem Parkplatz und dem benachbarten Parkhaus sieht die Grünen-Fraktion gleich mehrere Vorteile: „Personalintensive Parkschein-Kontrollen durch den Gemeindevollzugsdienst entfallen und anfallende Parkgebühren werden zu 100 Prozent generiert. Außerdem wird die Attraktivität des Parkhauses Altstadt gestärkt“, heißt es weiter. Die Folgen seien eine bessere Auslastung, höhere Einnahmen und somit eine Reduzierung des Verlustes.

Eine 24-Stunden-Bewirtschaftung könnte zudem helfen, unnötigem Verkehr fernzuhalten und die Wohn- und Aufenthaltsqualität des Areals zu stärken. Damit spielt Heimpel auf Treffen der Tuner-Szene an. „Die nichtsachgemäße Nutzung des Parkplatzes von Fahrern und Fahrerinnen mit getunten Pkw, die dort nahezu täglich in den Abend- und Nachtstunden die Möglichkeiten ihrer Fahrzeuge lautstark zur Schau stellen, wird unterbunden“, ist sie sich sicher. „Die Maßnahme wäre kurzfristig umsetzbar“.

Um die Rettungsdienste, Anlieger und Mitglieder der Wassersportvereine die Durchfahrt weiterhin zu ermöglichen, schlägt die Grünen-Fraktion vor, entsprechende Ausfahrt-Chips auszugeben.

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