Grüne wollen „Häfler Pass“ einführen

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Schwäbische Zeitung

Auch in einer wohlhabenden Stadt wie Friedrichshafen gibt es Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht. Dieser Bevölkerungsgruppe möchte die Gemeinderatsfraktion der Grünen ermöglichen, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, indem sie finanzielle Vergünstigungen bekommen. Die Gemeinderatsfraktion fordert daher die Einführung eines „Häfler Passes“, mit dem man etwa vergünstigt den öffentlichen Nahverkehr nutzen kann oder verbilligte Eintrittspreise zahlt, wie die Grünen mitteilen.

Es gibt laut Pressemitteilung schon viele Städte im Ländle, die solche Sozialpässe eingeführt haben – etwa, Konstanz, Ulm oder Mannheim. „In Friedrichshafen können Bürger einen Energiekostenzuschuss beantragen, es gibt den Tafelladen und die Kulturtafel, aber das reicht uns nicht“, sagt Stadträtin Stephanie Glatthaar. Ebenso wie ihre Mitstreiterinnen im Kultur- und Sozialausschuss (KSA), Regine Ankermann und Christine Heimpel, wünscht sie sich, dass keine Bevölkerungsgruppe ausgrenzt wird.

„Da aufgrund steigender Mieten und Lebenshaltungskosten für eine Vielzahl von Alleinerziehenden, Familien sowie Rentnerinnen und Rentner diese Teilhabe gefährdet ist, möchten wir durch die Ausgestaltung des Häfler Passes ein ‚Mittendrin‘ für alle ermöglichen“, sind sich die drei Frauen einig. Im Antrag sind unter anderem die Bereiche Bildung, wie VHS-Kurse, Freizeit- und Sportangebote sowie der öffentliche Personennahverkehr enthalten. Auch nicht-städtische Anbieter sollten einbezogen werden.

Bei der Finanzierung sieht die Fraktion die Zeppelin-Stiftung in der Verantwortung. Einer der ursprünglichsten Stiftungszwecke ist schließlich die Mildtätigkeit. Andere Städte finanzieren ihren Sozialpass aus dem städtischen Etat.

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