Grüne Agrarpolitiker besuchen Obsthof Hutt

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Die Grünen informieren sich über die lage der Obstbauern.
Die Grünen informieren sich über die lage der Obstbauern. (Foto: grüne)
Schwäbische Zeitung

Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner, Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik aus Baden-Württemberg, Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Wahlkreis Bodensee und agrarpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, und Markus Böhlen Bundestagskandidat der Grünen für den Bodenseekreis, haben am Montag den Obsthof Hutt in Ailingen besucht. Sie informierten sich über die Lage der Obstbauern und die Folgen der Frostschäden.

Ebner äußerte laut Pressemitteilung der Grünen scharfe Kritik am Bundeslandwirtschaftsministerium, das Frost und Hagel, von denen 2017 Bauern betroffen waren, nicht als Katastrophe einstufe. Die Bundesregierung habe im Bundeshaushalt deswegen auch keine Mittel für Hilfen eingestellt. Martin Hahn signalisierte dem Ailinger Frieder Hutt und Dieter Mainberger, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Tettnang, dass die grün-schwarze Landesregierung die Betriebe nicht alleine lässt.

Frieder Hutts Obsthof sei genau einer jener Betriebe im Land, die zum Erhalt der Landschaft, Natur und Biodiversität beitragen, so die beiden Abgeordneten. 2006 stellte der Ailinger auf Biolandbau um. Bäuerliche Betriebe, ob biologisch oder konventionell, tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei, schreiben die Grünen. Nicht in allen Lagen und bei allen Sorten sind die Frostschäden bei Äpfeln und Birnen gleich gravierend. In ein bis zwei Lagen sei die Ernte fast normal, so Hutt über die Situation in seinem Betrieb. In anderen Lagen, dem großen Rest, gab es aber einen Totalausfall. „2016 haben wir noch mehrere Tonnen Gala geerntet“, berichtete Frieder Hutt. Dieses Mal hörte er nach zwei Kisten mit dem Pflücken auf, weil sich die Ernte nicht lohnte.

Ein Wunsch der Bauern am Bodensee ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Unverständnis reagierten Hutt und Mainberger darauf, dass das Landratsamt in Friedrichshafen hier nicht immer mit den Bauern an einem Strang ziehe.

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