Gospelmesse „Mass of Joy“ in St.-Columban

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Siyou Isabelle Ngnoubamdjum ist die gefeierte Solistin der „Mass of Joy“ in St. Columban.
Siyou Isabelle Ngnoubamdjum ist die gefeierte Solistin der „Mass of Joy“ in St. Columban. (Foto: Helmut Voith)
Christel Voith

Zum 15-jährigen Bestehen des Jugendchors von St. Columban hat Kantorin Marita Hasenmüller mit dem heutigen Jugendchor, vielen Ehemaligen und dem Jungen Chor zusammen noch einmal die doppelchörige Gospelmesse „Mass of Joy“ von Ralf Grössler aufgeführt. Diese Messe hatte schon vor sechs Jahren Sänger, Musiker und Zuhörer mitgerissen.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn war kaum mehr ein Platz in der Kirche zu finden, so groß war auch diesmal wieder der Zustrom. Ansteckend waren die Chöre, die sich im Wechsel den Ball zuwarfen, das Orchester mit Streichern, Bläsern, Schlagzeugern und die Jazz-Combo – nur schade, dass kein Programmzettel mit den Namen auflag.

Lady of Gospel

Und wieder war mittendrin die suggestive tiefe Stimme der Solistin, der deutsch-kamerunischen „Lady of Gospel“ Siyou Isabelle Ngnoubamdjum. Ekstatisch sang sie ihre Soli wie den jubelnden Ruf an den „Lord God, heavenly king“ und mit mitreißendem Rhythmus zogen Chöre und Musiker mit.

Freude und Lobpreis Gottes ist diese „Mass of Joy“, aber ebenso stille Andacht, Meditation. Fast unvermittelt schlagen die Stimmungen um, wird aus dem Nichts ein schwingender Gesang, steigt aus dem leisen Klang der Geigen, dem Gesang des Vibraphons ein vielfarbiges Saxofonsolo, ein glänzender Trompeten- und Posaunenchor, in den die Pauken einstimmen.

Wie ein kraftvoller Herzschlag begleitet die Pauke das Credo, das in vielfachem Amen der Solistin mit Echo des Chors endet.

Agnus Dei

Schön ist das Wechselspiel zwischen den Jugendlichen und des Jungen Chors, aber auch der Männer- und Frauenstimmen wie im Agnus Dei, das bei der Solistin zum „Lamb of God“ wird.

Die ganze Messe lebt vom Miteinander der verschiedenen Elemente: Gregorianik und barocke Fuge stehen neben ernsten Chorälen, neben Swing- und Gospelsongs, die lateinische Kirchensprache neben dem deutschen Kirchenlied „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“, englische Messtexte wie „The Lord’s Prayer“, das Vaterunser, neben glühenden Gospelrufen wie „To you, o Lord, I come“ im Kyrie bis hin zum jubelnden Finale, das die „Everlasting Joy“, die immerwährende Freude bei Gott feiert.

Es ist empfindlich kühl geworden, doch die Messe hat die Herzen erwärmt, begeistert feiern die Zuhörer die Mitwirkenden.

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