1400 Schülerinnen und Schüler machen Sport beim Seehasenfest
Der Freitagvormittag ist beim Friedrichshafener Kinder- und Heimatfest traditionell dem Seehasensport gewidmet.
Sportredakteur

Wenn zahllose Kids in Trikots unterschiedlicher Couleur auf dem Gelände des Zeppelin-Stadions und zugleich in mehreren Sporthallen der Stadt herumwuseln, auf dem Stadionrasen Hunderte von Schülerinnen und Schülern tänzerische Einlagen zum Besten geben und eine der beiden Auswahlmannschaften den Fußballpokal in die Höhe reckt, dann hat beim Häfler Kinder- und Heimatfest der Seehasensport die Schulwelt voll im Griff.

So geschehen wieder einmal am gestrigen Freitagvormittag. Wie in den vergangenen Jahren, meinte es auch diesmal der Wettergott recht gut mit den rund 1400 Kindern und Jugendlichen. Dem sportlichen Kräftemessen in unterschiedlichen Sportarten bei insgesamt elf Turnieren wohnten 83 Schülerteams bei.

Sonnenschein pur war bei den Wettbewerben im Freien angesagt, kaum ein Wölkchen zierte den Himmel. Ganz zum Leidwesen der beiden Fußballteams, die sich auf dem grünen Rasen eine kleine Hitzeschlacht lieferten. Im dritten Anlauf, nach 2016 und 2017, schafften es die Gymnasiasten endlich, das zusammengewürfelte Team der sonstigen weiterführenden Häfler Schulen mit 2:0 zu schlagen und den Pokal aus den Händen von Gesamtkoordinator Tilo Weisner entgegenzunehmen. „Das war taktisch geschickt und clever gespielt vom Gegner“, meinte Coach Jochen Metz vom unterlegenen Team. Angesichts der Außentemperaturen hielt sich der Jubel nach Spielschluss klar in Grenzen.

Vor Beginn des prestigeträchtigen Fußballspiels und während der Pause führten knapp 600 Kids der Jahrgangsstufen 3 bis 8 ihre Großraum-Tanzeinlagen auf. 14 Gruppen aus zwölf Schulen präsentierten einen der sportlichen Höhepunkte des Vormittags – zur Freude von Hunderten von Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Betreuern, die schattengeschützt von der Zuschauertribüne aus applaudierten. Wie in den Vorjahren dabei: die „Lizzygirls“, die Cheerleadergruppe der Realschule St. Elisabeth. Sie durfte ebenso wenig fehlen wie der Seehasen-Fanfarenzug, die beide um 9.40 Uhr ins Stadion einmarschierten.

Dass der Seehasensport-Freitag imstande ist, Schul- und Vereinsgrenzen zu sprengen und als Gemeinschaftsaktion eine feste Größe am Festwochenende der Häfler darstellt, bewies ein kurzer Blick ins Stadionrund kurz vor der Siegerehrung. Seite an Seite schwitzten Denis Nikic und Stürmerkollege Sascha Hohmann, beide Spieler des Fußball-Landesligisten VfB Friedrichshafen, am Grillstand, um den Schülern die obligatorische Wurst mit Semmel auszuhändigen. Hoch oben in der Sprecherkabine moderierte der pensionierte Lehrer Bruno Hirscher die Aufführungen. Vertreter von Vereinen der Stadt beäugten das Treiben auf dem Rasen. Wenn der verstorbene Künstler Joseph Beuys auf die Kraft des „Gemeinschaftsspatens“ hinwies – am Freitag war dieser Zusammenhalt der Häfler Schul- und Sportwelt einmal mehr erlebbar.

1400 Schülerinnen und Schüler machen Sport beim Seehasenfest
Der Freitagvormittag ist beim Friedrichshafener Kinder- und Heimatfest traditionell dem Seehasensport gewidmet.
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