Gedenkkonzert: 75 Jahre Zerstörung Friedrichshafens

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 Die brennende Schlosskirche nach einem der Luftangriffe auf Friedrichshafen.
Die brennende Schlosskirche nach einem der Luftangriffe auf Friedrichshafen. (Foto: Stadtarchiv Friedrichshafen: Sammlung Hättig)
Schwäbische Zeitung

Zur Erinnerung an die Zerstörung Friedrichshafens vor 75 Jahren lädt die Stadt Friedrichshafen zum Gedenkkonzert am Freitag, 19. Juli um 18 Uhr in die Schlosskirche Friedrichshafen ein.

Als Reaktion auf die Angriffe der deutschen Luftwaffe gegen englische Städte erreichten die alliierten Luftangriffe damals auch Friedrichshafen, dessen hochgradige Bedeutung für die Rüstungsproduktion den alliierten Streitkräften bekannt war.

Mit mehreren Vorträgen, Führungen und einer Ausstellung haben die Stadt und die Bürger in den vergangenen Monaten der Luftangriffe auf die Stadt gedacht. Damals waren vor allem bei den Angriffen am 28. April und am 20. Juli 1944 auf die Wohngebiete und die Industrieanlagen in Friedrichshafen viele Todesopfer zu beklagen. Mit dem Gedenkkonzert möchte die Stadt an die Toten und das Geschehene erinnern. Das Programm beginnt um 18 Uhr mit der Ansprache von Bürgermeister Andreas Köster und einem religiösen Impuls durch die Vertreter der beiden Kirchen, Codekan Dr. Gottfried Claß und Diakon Ulrich Föhr. Danach spielt das Stadtorchester Friedrichshafen unter der Leitung von Musikdirektor Pietro Sarno Werke von Bach bis hin zu zeitgenössischen Filmmelodien, die das Thema Tod und Zerstörung umschreiben, aber auch Plädoyers für Frieden sind. Zu hören sind unter anderem der Titel „Hymn To The Fallen“ aus der Filmmusik zu Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ oder „Et in Terra Pax“, eine Fürsprache für den Frieden von Jan van der Roost (Belgien).

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