Das Bild „Kassel“ stammt aus dem Jahr 1992 und ist Teil der Ausstellung „Gerhard Richter: Editionen 1968 - 2015“.
Das Bild „Kassel“ stammt aus dem Jahr 1992 und ist Teil der Ausstellung „Gerhard Richter: Editionen 1968 - 2015“. (Foto: galerie lutze)
Schwäbische Zeitung

Die Galerie Bernd Lutze in der Zeppelinstraße 7 zeigt vom 27. Januar bis 24. März die Ausstellung „Gerhard Richter: Editionen 1968 – 2015“. Eröffnung ist am Freitag, 26. Januar, um 20 Uhr. 25 Arbeiten zeigen einen charakteristischen Querschnitt durch fast 50 Jahre grafischen Schaffens eines der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Sie bilden damit einen würdigen Beginn des Jubiläumsjahres der vor 40 Jahren gegründeten Galerie, wie Galerist Bernd Lutze mitteilt.

Mit zehn Einzelausstellungen wurde Richter in diesem Zeitraum zum Künstler mit den meisten Präsentationen in der Galerie. Möglich war dies, weil Bernd Lutze bereits 1968 in dessen Atelier sein erstes Bild erwarb, ihn seitdem regelmäßig besuchte und eine Sammlung aufbaute. Diese war Basis für die legendäre erste Richter-Ausstellung Lutzes von 1979 mit 15 frühen Ölbildern, darunter „Sargträger“ von 1962 (heute im Besitz der neuen Pinakothek München).

Gerhard Richter, 1932 in Dresden geboren, studierte dort von 1951 bis 1957 an der Kunstakademie, ehe er 1961 in den Westen übersiedelte. Er ließ sich in Düsseldorf nieder, studierte dort nochmals von 1961 bis 1963 an der Kunstakademie und hatte dort 1963 seine erste Ausstellung. 1972 vertrat er Deutschland auf der Biennale von Venedig und hat seitdem in vielen der weltweit führenden Kunstinstitutionen ausgestellt. Richter ist sowohl für seine figurativen als auch für seine abstrakten Bilder bekannt und verbindet in seinen Werken häufig beide Haltungen, heißt es in der Pressemitteilung.

Editionen begleiten seit Jahren das malerische Werk des Künstlers. Damit gemeint sind: Druckgrafiken, Fotoeditionen, Auflagenobjekte, Künstlerbücher und Auflagenbilder. Die Editionen nehmen in seinem Werk einen eigenständigen und zentralen Platz ein. Begleitend zur Ausstellung werden die Filme „Meine Bilder sind klüger als ich“ (1987), „Gespräch mit Robert Storr“ (2002), „Das Kölner Domfenster“ (2007)/“In der Werkstatt“ (1969) und „Painting“ (2011) gezeigt. Der Eintritt ist jeweils frei. Die Galerie hat mittwochs bis freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

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