Friedrichshafen ist jetzt „StadtGrün naturnah“

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Margariten, Wiesensalbei, Beinwell: Die Stadt will grüner werden. Die Auszeichnung sei ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg weit
Margariten, Wiesensalbei, Beinwell: Die Stadt will grüner werden. Die Auszeichnung sei ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiben, sagt Erster Bürgermeister Stefan Köhler. Darüber dürften sich auch Hummeln und andere Insekten freuen. (Foto: stadt friedrichshafen)
Schwäbische Zeitung

Friedrichshafen wurde als eine von 14 Kommunen mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Silber ausgezeichnet und gehört damit zu den Vorreitern für mehr Stadtnatur, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Den Preis nahmen Erster Bürgermeister Stefan Köhler, Renate Gauß, Christoph Reize und Naomi Barker in Bonn entgegen. Das Label gilt für den Zeitraum von 2019 bis 2022 und kann nach drei Jahren rezertifiziert werden.

„Mit unserem Engagement wollen wir unserer Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt gerecht werden. Wir wollen die Grünflächen ökologisch aufwerten, um so einen attraktiven Lebensraum für die Menschen in unserer Stadt zu schaffen und unseren Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu leisten“, so Erster Bürgermeister Stefan Köhler.

Gewürdigt hat die Jury laut Pressemitteilung vor allem das Engagement der Stadt, das in einem sehr detaillierten Maßnahmenplan zusammengefasst und präsentiert wurde. Darin wurden zahlreiche Aktionen beschrieben, die in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden sollen oder bereits vorgenommen wurden. Schwerpunkt ist es, die städtischen Grünflächen artenreicher und damit für Flora und Fauna wertvoller zu gestalten. Dazu werden in Friedrichshafen vielgemähte Rasenflächen zu Wiesenflächen umgestaltet wie beispielsweise beim Barbarossakreisel oder in der Keplerstraße und Ehlersstraße. Heimische Sträucher und Bäume wurden im Stadtgebiet gepflanzt wie zum Beispiel auf dem Maybachplatz. In vier Kreiseln im Stadtgebiet wurden darüber hinaus Staudenmischungen angepflanzt.

Viel Lob gab es von der Jury für die „Häfler Mischung“, eine speziell für die Stadt zusammengestellte Saatgutmischung mit einer Vielzahl heimischer Arten aus dem Bodenseeraum. Auch das Förderprogramm „Mehr Natur in Friedrichshafen“ das Privatleute, Gewerbetreibende, Vereine und Institutionen bei Maßnahmen zur Erhöhung der heimischen Artenvielfalt fachlich und finanziell unterstützt sowie das Grüne Klassenzimmer trugen dazu bei, dass Friedrichshafen mit dem Label in Silber ausgezeichnet wurde.

Ein weiteres Augenmerk legt das Stadtbauamt auch auf den städtischen Baumbestand, dem eine Schlüsselrolle bei den Themen Klimaanpassung und innerstädtische Aufenthaltsqualität zukommt. Um die Bäume zu schützen und die Bedingungen in den immer heißer und trockener werdenden Sommern zu verbessern, werden ausgewählte Bäume entsiegelt, gedüngt und im November über ein Spezialverfahren über Injektionslanzen belüftet.

„Die Auszeichnung ist für uns ein Ansporn, die begonnene Entwicklung fortzuführen“, sagte Bürgermeister Köhler.

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