Forum der Kulturen plant Projekte für 2020

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Die Workshop-Teilnehmer erarbeiteten, zum Teil in kleineren Gesprächsgruppen, die weiteren Projekte und Veranstaltungen für 2020
Die Workshop-Teilnehmer erarbeiteten, zum Teil in kleineren Gesprächsgruppen, die weiteren Projekte und Veranstaltungen für 2020. (Foto: stadtverwaltung)
Schwäbische Zeitung

Die Mitglieder des Forums der Kulturen in Friedrichshafen haben sich zum ersten Workshop getroffen, um den Jahresplan für 2020 mit gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen zu erarbeiten. Organisiert wurde das Treffen vom Amt für Soziales, Familie und Jugend der Stadt Moderiert hat ihn Nazife Sarcan, die laut Pressemitteilung der Stadt als externe Beraterin den Umstrukturierungsprozess der integrationspolitischen Gremien begleitet hat.

Zum Auftakt stellte die städtische Integrationsbeauftragte Natascha Garvin die Aufgaben des neuen Integrationsbeirats, des Forums der Kulturen und des Forums der Religionen vor. Im Herbst 2018 wurde das Konzept zur Teilhabe der Menschen mit Migrationshintergrund in Friedrichshafen zusammen mit dem Rat der Nationen und Kulturen sowie dem Integrationsausschuss erarbeitet. Der Gemeinderat stimmte 2019 zu. Derzeit konstituieren sich laut Pressemitteilung die neuen Gremien – als erstes das Forum der Kulturen.

Dem Forum gehören Vertreter von 26 Migrantenvereinen, drei interkulturellen Initiativen, des Jugendparlaments und der Abteilung Integration an. Ziel ist es, die Mitglieder zu stärken, zu informieren, zu vernetzen, zu schulen und sich untereinander auszutauschen. Außerdem sollen gemeinsame Projekte und Veranstaltungen im Rahmen des Integrationsplans Bodenseekreis umgesetzt werden.

Im Workshop erarbeiteten die Teilnehmenden zunächst den Status Quo, der im Integrationsplan Bodenseekreis abgebildeten Handlungsfelder Bildung, Sprache, Arbeitsmarkt, Antidiskriminierung und Extremismusprävention sowie Sport und Freizeit. Dabei wurde laut Stadtverwaltung deutlich, dass es in Friedrichshafen zwar schon viele Angebote gibt und Veranstaltungen angeboten werden, diese aber nur wenig bekannt sind. Deutlich wurde aber auch, dass es Bedarf für weitere Begegnungsmöglichkeiten der Einwohner aller Altersstufen mit und ohne internationalen Lebenslauf gibt.

In dem Workshop wurden Ideen für künftige Maßnahmen und Projekte gesammelt und priorisiert. Außerdem wurden der Ablauf, der zeitliche Rahmen und der Fahrplan für 2020 erstellt. Die Mitglieder erhielten Infos darüber, wie gemeinnützige Organisationen und Projekte finanziell gefördert werden können.

Die Workshop-Teilnehmer bildeten die Vielfalt der Häfler Stadtgesellschaft ab, was von Natascha Garvin, der städtischen Integrationsbeauftragten, besonders positiv bewertet wurde: „Wir freuen uns sehr, dass der Workshop auf so gute Resonanz gestoßen ist und dass die Mitglieder von ihren Herkunftsländern her, bunt gemischt sind. Wichtig ist es auch, dass wir im Forum auf die Erfahrungen langjährig Engagierter bauen können und uns gleichzeitig junge Mitglieder mit neuen Ideen bereichern“.

Die Teilnehmenden äußerten sich ebenfalls positiv über diese neue Form, sich miteinander austauschen zu können, zielorientiert zusammen zu arbeiten, voneinander zu lernen und gemeinsame, realisierbare Projekte umzusetzen. „Das Forum der Kulturen bietet Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, sich mehr einzubringen und mitbestimmen zu können“, so Arben Bakllava vom Deutsch-Albanischen Kulturverein Iliria. Zeliha Röthemeyer vom Atatürk-Kulturverein e.V. ergänzt: „Ich bin beeindruckt von dem Bemühen der Teilnehmenden des Workshops um eine gemeinsame friedliche Ebene. Die Stadt Friedrichshafen nimmt das Thema Vielfalt ernst und tut viel in diesem Bereich.“

Der nächste Workshop ist für Montag, 9. November, geplant.

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