Alexander Mayer

Die Außenfassade einer ehemaligen Lager- und Produktionshalle in Oberteuringen-Neuhaus hat am frühen Dienstagmorgen gebrannt. Dort sollten Anfang November rund 50 Asylbewerber einziehen. Die Ermittlungen der Kripo sind zwar noch nicht abgeschlossen, ein technischer Defekt scheidet aber offensichtlich aus. Die Häfler Kripo geht mutmaßlich von einem Brandanschlag aus.

In Sachen Ermittlung der Brandursache hat die Häfler Kripo schon von Anfang an einen Sachverständigen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg eingeschaltet. Auch wenn die Polizei noch keine abschließenden Aussagen macht, nach Worten von Uwe Stürmer, dem Chef der Häfler Kripo, „kann eine technische Ursache ausgeschlossen werden“. „Nach derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen wir mutmaßlich von einer Brandstiftung aus“, erklärte Stürmer im SZ-Gespräch. Ein fremdenfeindlicher Anschlag? „Es erscheint naheliegend, dass das Brandgeschehen mit der anstehenden Belegung des Objekts im Zusammenhang steht“, sagte Stürmer. „Eine abschließende Einschätzung der Motivlage erwarten wir im Laufe des Mittwochnachmittags“, meinte der Häfler Kripochef.

Der Sachschaden in dem Asylbewerberheim beträgt rund 20 000 Euro. Durch die Verrußung sind die hinter der Fassade liegenden Räume in Mitleidenschaft gezogen worden. In dem vom Landkreis Bodenseekreis angemieteten Gebäude finden derzeit Arbeiten statt, um darin vorübergehend Asylbewerber unterbringen zu können. Das Feuer konnte von den Freiwilligen Feuerwehren aus Oberteuringen und Friedrichshafen rasch gelöscht werden. Alarm war gegen 5 Uhr; das Feuer wurde von einem Arbeiter einer benachbarten Firma entdeckt.

Polizei ermittelt
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