Schwäbische Zeitung

Die vierte industrielle Revolution und was das für die Ausbildung künftiger Fachkräfte bedeutet, steht im Mittelpunkt der „Langen Nacht der Technik und Innovation“ am Freitag, 17. Mai, von 17 bis 23 Uhr. Zahlreiche Häfler Unternehmen und Einrichtungen beteiligen sich an der Techniknacht. Die Eröffnung findet anlässlich des 100-jährigen Bestehens der MTU-Ausbildungsabteilung bei Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen statt, teilt das Unternehmen mit.

Digitalisierung, der Wandel des Unternehmens zum Lösungsanbieter, neue MTU-Produkte vom Gasmotor über den Hybridantrieb bis zum Microgrid sind die Themen. Mit der vierten industriellen Revolution beschäftigt sich auch der zweistöckige Discovery-Truck von Südwestmetall, der im MTU-Werk 1 von Rolls-Royce steht.

3-D-Drucker in Aktion

Mit einem neuen 3D-Drucker und einem kollaborativen Roboter zeigt die MTU-Ausbildungsabteilung, wie sie die künftigen Fachkräfte auf den Wandel der Arbeitswelt vorbereitet. Rund 400 000 Euro hat sich das Unternehmen den Drucker kosten lassen. Bei der „Langen Nacht der Technik“ ist er in Betrieb zu sehen – zum Beispiel, wenn er einen Ball in zwei Gitterkugeln druckt. Dazu gibt es einen Überblick über die Ausbildungsberufe.

Im MTU-Trainingscenter gibt es MTU-Motoren mit einer Leistung von bis zu 10 000 kW zu sehen – auch den neuen Bahn-Hybridantrieb. Wie sich das Unternehmen zum Lösungsanbieter wandelt, zeigt eine Ausstellung im Foyer des Jean-Raebel-Hauses.

Die ZF Friedrichshafen öffnet die Tore ihres neuen Prüfzentrums für Antriebstechnologien. Bei einem kleinen Rundgang können die Besucher einen Blick in einige Prüfstände werfen und sehen, wie ZF moderne Antriebstechnologien testet. Exponate aus den Bereichen Fahrzeugantrieb (elektrische und Hybridantriebe), Sensorik für automatisiertes Fahren (Kameras, Radar) und Digitalisierung/Software (ZF ProAI) ergänzen den Rundgang. Außerdem können Besucher einen Blick auf den sogenannten Ego-Mover werfen. Das elektrisch angetriebene und autonom fahrende Fahrzeug wird ab Herbst in Friedrichshafen unterwegs sein.

Bei Zeppelin Systems können Besucher ihre Schweißkünste unter Beweis stellen – an einem virtuellen Schweißgerät. Neben einer Unternehmensführung, bei der auch die neue Rührreibschweißanlage vorgestellt wird, zeigt das Unternehmen auch neue Recycling-Verfahren. Bei einem Baggerspiel kann ein Zeppelin-Flug gewonnen werden. Das Unternehmen bietet zudem eine Kinderbetreuung mit Bastel- und Schminkaktionen an. Außerdem steht vor dem Gebäude ein Foodtruck, bei dem es Pommes Rote, Currywurst, Hamburger, Cheesburger und auch diverse Getränke gibt.

An der DHBW im Fallenbrunnen öffnet die Hochschule ihre Labore für Besucher. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, können die Gäste mit dem Hubschraubersimulator abheben, elektrisches und autonomes Fahrgefühl erleben, einem Roboter Beine machen, im Formula-Student-Flitzer Platz nehmen und Störversuche im EMV-Labor erleben.

Liebherr-Aerospace zeigt Filme über das Unternehmen und bietet geführte Rundgänge durch die Fertigungshallen von Getriebekomponenten für Hubschrauber und Flugzeuge an. Auch Liebherr gibt einen Einblick in 3-D-Druckverfahren. Außerdem bieten Azubis ein „Oberflächen-Memory“ an. Knobelfans können zudem in einem Quiz-Raum eine Luftfahrttauglichkeitsprüfung ablegen.

Ein Shuttlebus besucht alle teilnehmenden Firmen und Einrichtungen. Neben der DHBW werde auch die ZF, MTU, Liebherr Aerospace und die Zeppelin GmbH angefahren.

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