FFF-Ziel: Klimaneutrales Friedrichshafen bis 2035

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 In mehreren Arbeitsgruppen erarbeiteten die Jugendlichen von Fridays for Future und des Jugendparlaments einen Katalog von Idee
In mehreren Arbeitsgruppen erarbeiteten die Jugendlichen von Fridays for Future und des Jugendparlaments einen Katalog von Ideen für einen verbesserten Klimaschutz in Friedrichshafen. (Foto: Stadt FN)
Schwäbische Zeitung

Zum ersten Mal haben sich laut Pressemitteilung der Stast Friedrichshafen die Jugendlichen des Jugendparlaments und der Bewegung Fridays for Future (FFF) mit dem Ersten Bürgermeister Stefan Köhler und Vertretern der Stadtverwaltung zu einem Workshop über den Klimaschutz in Friedrichshafen getroffen. Danach war klar: Die Motivation, den Klimaschutz in Friedrichshafen voranzubringen, besteht auf allen Seiten. Jetzt müssen die Ideen und Anregungen umgesetzt werden.

Auf den Wunsch der Jugendlichen nach weiteren Gesprächen mit der Stadt erklärte Oberbürgermeister Andreas Brand: „Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.“

Dem Workshop ging im Oktober 2019 ein Treffen mit Oberbürgermeister Andreas Brand im Rathaus voraus. In diesem Gespräch dankte Brand dem Jugendparlament und der Bewegung Fridays for Future für ihr Engagement und sagte ihnen zu, sie bei den weiteren Beratungen um das Häfler Klima-Budget einzubinden.

Zu Beginn des vierstündigen Workshops erläuterte Stefan Köhler die Eckpunkte des Entwurfs des städtischen Doppelhaushaltes für die Jahre 2020 und 2021. Positiv aufgenommen wurde der Wille der Stadt, in den nächsten Jahren jährlich 100 Euro pro Einwohner zusätzlich in den Klimaschutz zu investieren.

Tillmann Stottele, Abteilungsleiter Landschaftsplanung und Umwelt, stellte Maßnahmen vor, die die Stadt bisher in den Klimaschutz investiert hat und gab einen Ausblick auf die geplante Einführung eines Klimaanpassungskonzepts und einer Klimaanpassungsstrategie für die Stadt.

Jugendliche erarbeiten Ideenkatalog

Fridays for Future machte deutlich, dass die Erreichung der Klimaschutzziele für sie nicht verhandelbar sei. Eine der FFF-Kernforderungen besteht für ein klimaneutrales Friedrichshafen bis 2035. Die Gelder, die zusätzlich im Haushalt zur Verfügung gestellt werden, seien ein richtiger Schritt, um die Erderwärmung zu stoppen.

Dann ging es in die eigentliche Gruppenarbeit, in der die 13 teilnehmenden Jugendlichen ihre Ideen sammelten. Der Katalog der erarbeiteten Ideen ist vielfältig. Dazu gehören beispielsweise wirtschaftliche Anreize für Photovoltaik-Anlagen zu schaffen, offene Geschosse von Parkhäusern für Photovoltaik-Anlagen zu nutzen und die Umwandlung von Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie (Solarthermie) stärker voranzubringen.

In Bezug auf das Flächenmanagement in Friedrichshafen sollten städtischen Landwirtschaftsflächen mit nachhaltigen Auflagen neu verpachtet und die Biodiversität und die Bio-Landwirtschaft gefördert werden. Ein weiterer Vorschlag geht dahin, die Vergabekriterien für Gewerbeflächen anzupassen mit Blick auf die CO-Freundlichkeit. Friedrichshafen soll „Klimastadt“ werden und deshalb künftig auf fossile Brennstoffe verzichten und die Grünanlagen ausbauen. Auch regten die Jugendlichen an, dass sich die Häfler Schulen als Fair-Trade-Schulen bewerben sollen.

Beim Thema Verkehr forderten die Jugendlichen weitere Fahrradstraßen, Bushaltestellen grüner zu gestalten und Anreize für Firmen zur klimafreundlichen Mobilität zu schaffen. Es solle mehr Stadtgrün geschaffen werden, um so die Aufenthaltsqualität für die Menschen zu erhöhen.

Auch regen die Jugendlichen nachhaltiges Bauen mit recyceltem Material und Bauen mit Holz an.

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