Zur Zeugnisübergabe werden die festlich gekleideten Schüler namentlich einzeln auf die Bühne gerufen.
Zur Zeugnisübergabe werden die festlich gekleideten Schüler namentlich einzeln auf die Bühne gerufen. (Foto: Susanne Brauchle)
Schwäbische Zeitung

Unter Wahrung der geltenden Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln fand in St. Elisabeth an den beiden letzten Schultagen die Übergabe der Reifezeugnisse statt. Durch die Corona-Pandemie wurde die Feier zu einer außergewöhnlichen.

Der stellvertretende Schulleiter Ulrich Meister hieß die Schüler mit ihren Eltern sowie die Lehrer in der Schulturnhalle willkommen – und wünschte den Absolventinnen und Absolventen, dass sie diesen Festtag trotz der Corona-Pandemie in guter Erinnerung behalten mögen.

Normalerweise, so betonte Schulleiterin Sabine Schuler-Seckinger in ihrer Ansprache, hätte man sich an diesem Tag mit allen Abschlussklassen und Gästen zum Gottesdienst in der Kirche in Ailingen und zur anschließenden Zeugnisübergabe in der Festhalle Ettenkirch versammelt. Doch die Veränderungen des letzten halben Jahres machten es erforderlich, die Ausgabe der Abschlusszeugnisse im kleineren Rahmen zu feiern. Dass dieser Rahmen klein, aber fein war, fiel schon beim Betreten der Turnhalle ins Auge, heißt es in der Pressemitteilung.

Für jede Familie – Schülerin oder Schüler und jeweils zwei Gäste – war in der Schulturnhalle ein Stehtisch mit Rose vorbereitet. Die blumengeschmückte Bühne wurde von den Schülerinnen der Technik-AG in warmes Licht getaucht. „Ihr werdet in die Geschichte eingehen als der Jahrgang, der aus der Ferne auf die Prüfung vorbereitet wurde und unter Corona-Bedingungen seinen Schulabschluss abgelegt hat“, betonte Schuler-Seckinger und gab zu bedenken, dass der Begriff „corona“ im Lateinischen positiv besetzt sei und einen Blumenkranz oder seine Nachbildung aus Metall bezeichne, etwa einen Siegeskranz oder eine Krone.

Mit dem Schiefen Turm von Pisa verglich Klassen- und Religionslehrerin Rosa di Leo die besondere Situation dieses Schuljahres. Der im Mittelalter gebaute Turm sollte ursprünglich hoch in den Himmel ragen. Ein Schulabschluss sei eigentlich ein Schülertraum. Doch nach zwei Stockwerken sackte in Pisa plötzlich das Fundament ab. Baustopp – Shutdown. In den letzten Monaten hätten die Schüler erlebt, was felsenfest hält und was auf Sand gebaut sei, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Turm von Pisa sei dennoch zu Ende gebaut worden und sei nun seit Jahrhunderten ein Sinnbild für die Hoffnung. „Man merke ihm den Knick an, aber die Richtung – himmelwärts – stimmt.“

Zur Zeugnisübergabe wurden die festlich gekleideten Schüler namentlich einzeln auf die Bühne gerufen und erhielten unter großem Applaus die begehrten Zeugnisurkunden sowie Sonderpreise und jeweils eine Rose – das Sinnbild der Heiligen Elisabeth.

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