Fussball - 17. MTU-Cup - am 30. Nov.afen
Fussball - 17. MTU-Cup - am 30. Nov.afen (Foto: GuenterKram)
Johannes Kienzler

Erneut heißt der Sieger des MTU-Hallencups in Friedrichshafen FC Barcelona. Anders als im Vorjahr, als das Team mit dem Beinamen „Blau“ triumphierte, sicherte sich dieses Mal „Grana“ den Titel. Damit gewinnen die Katalanen, deren Clubverantwortliche Turnierorganisator Klaus Segelbacher ganze sieben Jahre lang hatte überzeugen müssen, an den Bodensee zu kommen, zum vierten Mal das renommierte U15-Turnier.

Im Finale schlug Barça, das traditionell mit zwei Teams in Friedrichshafen antritt, Borussia Dortmund klar mit 5:1. Dabei waren die jungen Borussen besser gestartet. Schon nach wenigen Sekunden nutzte Noel Werner einen Abpraller des spanischen Keepers zur 1:0-Führung für die Dortmunder – sehr zur Freude des Großteils der 4000 Zuschauer in der ZF-Arena, die den BVB lautstark anfeuerten. Jedoch zeigten die Nachwuchskicker aus Barcelona einmal mehr, dass ihnen in Sachen spielerischer Klasse niemand etwas vormacht. Nach rund einem Drittel der Spielzeit erzielten die Katalanen durch eine gute Kombination von Gerard Hernandez Romero und dem auffälligen Zehner Niko Takahashi Cendagorta den 1:1-Ausgleich. Beide Teams kamen in der Folge zu guten Abschlüssen, die von den starken Torhütern Emil Mertz auf Seiten der Dortmunder und dem Torhüter des Turniers, Aaron Alonso Rodriguez, oftmals pariert wurden. Am Ende war es aber erneut Takahashi Cendagorta, der den Unterschied machte und Barcelona mit seinem 1:2 Führungstreffer auf die Zielgeraden führte. Spätestens nach dem 1:3 ließ die Gegenwehr der Dortmunder nach und Barcelona entschied das Finale letztendlich zwar etwas zu hoch, aber durchaus verdient mit 1:5 für sich.

Die Spanier krönten damit eine gute Turnierleistung. Schon das Halbfinale gegen Chelsea hatte der FC Barcelona klar dominiert und mit 3:1 gewonnen. Für Borussia Dortmund war es hingegen eine schmerzhafte Niederlage. Schließlich hatten die Westfalen alle zehn Spiele zuvor gewonnen. Besonders groß war die Freude nach dem 3:2-Sieg im umkämpften Halbfinale gegen den deutschen Konkurrenten Bayern München. Jaden Korzynietz hatte die Dortmunder mit dem 400. Turniertor des 17. MTU-Cups in Führung gebracht. Der BVB setzte auf hohes Pressing, das sich auszahlte: Nach knapp vier Minuten erhöhten die Schwarz-Gelben nach einem Ballverlust der Münchner auf 0:2. Die Bayern wurden daraufhin stärker und erzielten innerhalb weniger Minuten den Anschluss- und Ausgleichstreffer. Den Unterschied machte am Ende aber Dortmunds Offensivspieler Vincenzo Onofrietti, der einen Fehlpass des Münchner Keepers ausnutzte und zum 2:3 Endstand einschob. So blieb dem Zweitplatzierten immerhin der Trost, den großen Konkurrenten geschlagen zu haben.

Heute Talent, morgen Superstar

Und so blickte Turnierorganisator Klaus Segelbacher bei der Siegerehrung in größtenteils zufriedene Gesichter. Dass Topmannschaften aus ganz Europa regelmäßig zu seinem Turnier kommen, sei das größte Lob für die erfolgreiche Arbeit des VfB Friedrichshafen, sagte der 53-jährige. „Unser Ziel ist es, den lokalen Fußballern zu ermöglichen, gegen Profimannschaften zu spielen. Gleichzeitig bieten wir den Zuschauern spannende Spiele mit den besten Nachwuchskickern Europas.“

Wie schnell es von der ZF Arena aus in die großen Fußballstadien Europas gehen kann, zeigt unter anderem das aktuelle Beispiel vom 17-jährigen Anssumane Fati Vieira, der 2015 zum besten Spieler des MTU-Cups gewählt wurde und mittlerweile sein Profidebut für den FC Barcelona gegeben hat. „Eine unglaubliche Geschichte“, sagte Segelbacher begeistert. Man darf gespannt sein, welcher Spieler der diesjährigen Turnierteilnehmer schon bald den großen Durchbruch schafft.

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