So kennen ihn die VfB-Fans: Alexis Valido, genannt "el  toro" benutzt das Handtuch als rotes Tuch (capa)..
So kennen ihn die VfB-Fans: Alexis Valido, genannt "el toro" benutzt das Handtuch als rotes Tuch (capa).. (Foto: Günter Kram)
Schwäbische Zeitung

Für den Spanier Alexis Valido ist die Volleyball-Karriere zu Ende. Der ehemalige Publikumsliebling des VfB Friedrichshafen, der von 2000 bis 2006 die Bälle am See verteidigte, muss sich einer Knieverletzung beugen. Der 34-Jährige war eine echte Stimmungskanone.

Von unserem Mitarbeiter Thomas Schlichte 

Alexis Valido – genannt „Toro“ – dürfte in diesen tristen Tagen einer der traurigsten Volleyballer der Welt sein. Der 34-jährige Spanier, der für seine emotionale Spielweise als Libero bekannt und beliebt war, muss seine Volleyball-Schuhe für immer in den Schrank stellen. Der Libero, der von 2000 bis 2006 die Bälle für den VfB Friedrichshafen verteidigte, muss sich einer schweren Knieverletzung beugen. „Ich kann nicht mehr spielen“, sagte der stets gut gelaunte Valido traurig.

Dabei versäumte es der 170-fache spanische Nationalspieler in dieser für ihn so schweren und bitteren Situation nicht, sich beim Deutschen Meister und seiner sportlichen Leitung zu bedanken. „Ich möchte mich beim VfB und seinen Fans bedanken“, betont der Olympia-Teilnehmer von 2000 im australischen Sydney. „Stelian Moculescu ist der beste Trainer, den ich jemals hatte. Die VfB-Familie war eine echte Familie für mich. Dort hatte ich die beste Zeit in meinem bisherigen Leben.“

2006 verließ der Publikumsliebling den Verein und vor allem seine Fans schweren Herzens, schloss sich dem damaligen französischen Champions League Sieger, Tours VB, an. Nach nur einem Jahr, in dem sich ausgerechnet seine sportliche Liebe – der VfB Friedrichshafen – die europäische Krone aufsetzte, kehrte er nach Spanien zurück.

Am 23. Januar 2008 feierte „Toro“ eine triumphale Rückkehr am Bodensee, gastierte mit Unicaja Arukasur Almería in der Gruppenphase der Champions League Saison 2007/08 in der Häfler ZF Arena. Zwar verlor sein Team mit 0:3, doch Alexis Valido wurde beklatscht und von Autogrammjägern umringt. Mit Tränen in den Augen ließ er diese Momente über sich ergehen, während seine Mitspieler längst geduscht hatten.

Heute lebt Valido in Las Palmas auf Gran Canaria und versucht, von seiner sportlichen Liebe Volleyball Abstand zu nehmen. „Es fällt mir schwer, ohne Volleyball zu sein. Aber ich werde es schaffen. Ich wünsche dem VfB in allen Wettbewerben nur das Beste.“

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