Viviane de Farias, die Sängerin von „Canta Brasil“ mit ihren Band Kollegen beim Auftritt im Café Gessler 1862.
Viviane de Farias, die Sängerin von „Canta Brasil“ mit ihren Band Kollegen beim Auftritt im Café Gessler 1862. (Foto: Janine Napirca)
Janine Napirca

Termine Landesjazzfestivals: 4. Oktober, 18 Uhr, Studio 17 - „Django - ein Leben für die Musik“, Film; 20.30 Uhr, Foodbar Amicus: Samo Salamon Bassless Trio feat. Howard Levy; 5. Oktober, 18 Uhr, Studio 17: „Django - ein Leben für die Musik“, Film; 20.30 Uhr: Casino Kulturraum, Renaud Garcia-Fons; 6. Oktober, 18 Uhr, Studio 17: „The King - mit Elvis durch Amerika“, Film; 20.30 Uhr, Casino Kulturraum: Jasper van’t Hof’s Pili Pili; 7. Oktober: 10 Uhr, Foodbar Amicus: Filmfrühstück, 12 Uhr, Studio 17: „The King - mit Elvis durch Amerika“, Film; 16 Uhr, ZU: Abschlusskonzert des Jazz-Workshops

Der Jazzport Friedrichshafen hat im Rahmen des Landesjazzfestivals einem kulturell gemischten Publikum vorwiegend mittleren Alters das Trio „Canta Brasil“ präsentiert. Der Auftritt fand im Café Gessler 1862 statt.

Die von außen einladende Fassade des Cafés zieht bereits tagsüber Blicke auf sich, aber auch wenn es draußen dunkel ist und nur gedämpftes Licht die Straßen erleuchtet, bleiben einige Passanten neugierig am Schaufenster kleben. Jazzfans aus nah und fern begnügen sich nicht damit, sie treten ein und genießen die Atmosphäre zwischen Büchern und Wein, gemütlichen Sitzgelegenheiten und der aufgebauten Bühne, die sie mit Mikrofon, Kontrabass und Gitarre in Empfang nimmt.

Der Vorsitzende des Häfler Jazzvereins, Jürgen Deeg, bezeichnete die Zukunft des Jazz in Friedrichshafen als „Zeiten des Aufbruchs“, da man zukünftig mit mehreren verschiedenen Veranstaltungsorten kooperieren wolle.

Um die Passion von „Canta Brasil“, bestehend aus der Sängerin Viviane de Farias, dem Gitarristen Johannes Deffner und dem Kontrabassisten Heiner Merk, nachvollziehen zu können, bedarf es keinerlei Brasilianisch-Kenntnissen, denn Musik ist die Sprache, die ohne große Worte alle Kulturen miteinander vereint.

Mit romantischer Leichtigkeit - Viviane de Farias verglich den Bossa Nova mit „Musik aus Fahrstühlen oder Krankenhäusern“ - unterhält das musikalische Trio die Zuhörer, die sich gerne nebenher angeregten Gesprächen in guter Gesellschaft hingeben, um anschließend wieder den Rhythmen zu lauschen. Wippende Füße gesellen sich zu nickenden Köpfen, manch einer schließt die Augen und fühlt, wie die Künstler selbst, sichtlich den Ausdruck der Musik. Egal ob es sich um ein leidenschaftliches Liebeslied wie „Madalena“ von Ivan Lins, Instrumentalstücke von Laurindo Almeida oder eine Hommage an die „Favelas“ - die Armenviertel Brasiliens - handelt. Anschließend entführt „Canta Brasil“ das Publikum in die Welt des fesselnden Afro-Sambas und die brasilianische Sängerin, die sich in Deutschland zu Hause fühlt, lässt die Anwesenden an ihrem Wissen über die brasilianische Musikgeschichte teilhaben, die sich nicht nur um Jazz und Armut, sondern auch viel Whiskey, die wilden 60er-Jahre und einen mit brennender Zigarette in der Hand spielenden, genialen Gitarristen dreht. „Obrigado“ für einen rundum gelungenen Abend.

Termine Landesjazzfestivals: 4. Oktober, 18 Uhr, Studio 17 - „Django - ein Leben für die Musik“, Film; 20.30 Uhr, Foodbar Amicus: Samo Salamon Bassless Trio feat. Howard Levy; 5. Oktober, 18 Uhr, Studio 17: „Django - ein Leben für die Musik“, Film; 20.30 Uhr: Casino Kulturraum, Renaud Garcia-Fons; 6. Oktober, 18 Uhr, Studio 17: „The King - mit Elvis durch Amerika“, Film; 20.30 Uhr, Casino Kulturraum: Jasper van’t Hof’s Pili Pili; 7. Oktober: 10 Uhr, Foodbar Amicus: Filmfrühstück, 12 Uhr, Studio 17: „The King - mit Elvis durch Amerika“, Film; 16 Uhr, ZU: Abschlusskonzert des Jazz-Workshops

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