EU-Kommission macht für ZF den Weg frei zur Wabco-Übernahme

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 Dass ZF und Wabco ganz gut miteinander können, haben sie schon 2016 gezeigt. Damals präsentierten die Unternehmen einen gemeins
Dass ZF und Wabco ganz gut miteinander können, haben sie schon 2016 gezeigt. Damals präsentierten die Unternehmen einen gemeinsam entwickelten Bremsassistenten für Lastwagen, der Unfälle am Stauende verhindern soll. (Foto: Dominik Gigler)
Deutsche Presse-Agentur

Autozulieferer ZF hat grünes Licht von der EU-Kommission für die Übernahme des US-amerikanischen Bremsenherstellers Wabco. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Auch die US-Wettbewerbsprüfer stimmen der Übernahme unter Auflagen zu. 

ZF  hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, Wabco für gut 6,2 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Der Zulieferer vom Bodensee würde sich damit Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme sichern, die er für das automatisierte Fahren dringend braucht und bisher selbst nicht hat.

Die Wabco-Aktionäre hatten den Plänen bereits im Sommer zugestimmt. Man erwarte, dass die Transaktion Anfang dieses Jahres vollzogen sein werde, hieß es damals.

Die Zustimmung der US-Behörden zum Deal erfolgt nur unter der Bedingung, dass Wabco vorher einen wesentlichen Konzernteil veräußert. Das teilte das US-Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit.

Um grünes Licht von der Kartellaufsicht zu erhalten, müsse Wabco sich von der 2017 erst übernommenen Tochter R. H. Sheppard trennen. Bei dem Unternehmen handele es sich neben ZF um den einzigen Hersteller von Lenkungskomponenten für große Nutzfahrzeuge in Nordamerika, so dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb hier ausschalten würde.

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