Bürgermeister Andreas Köster (links) würdigt viele Blutspender für ihren engagierten Einsatz in der Gesellschaft.
Bürgermeister Andreas Köster (links) würdigt viele Blutspender für ihren engagierten Einsatz in der Gesellschaft. (Foto: Renate Habermaas)
Renate Habermaas

In den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Rotkreuzstraße hat der Ortsverein zusammen mit Bürgermeister Andreas Köster am Montag zahlreiche Blutspender geehrt. Darunter waren auch Eduard Hager und Siegmund Ryrich, die schon 150 Mal zur Blutspende gegangen sind. Bei einem kleinen Programm mit Musik des Knesevic Duos verlieh Andreas Köster Urkunden, Ehrennadeln und Präsente an die Blutspender.

„Blut ist etwas Lebendiges, das durch nichts anderes ersetzt werden kann“, sagte Bereitschaftsleiterin Katharina Wielath und erklärte den Gästen die Funktion des Blutes im Körper des Menschen. Mit ihrem Blut helfen die Spender Menschen in Not, und das ohne Entschädigung, so Wielath. Auch Bürgermeister Andreas Köster fand lobende Worte für die Blutspender, an die er an diesem Nachmittag an die 80 Urkunden als Dankeschön und Würdigung ihres Beitrags für die Gesellschaft überreichte.

Es gibt keine Alternative zum Blut“, sagte Köster, denn die Blutspenderzahlen seien trotz allem rückgängig. Mit 16 Blutspendeterminen im letzten Jahr konnte der DRK-Ortsverband, der diese Termine organisierte und begleitete, 3033 Spender zählen, davon 356 Erstspender. Innerhalb des DRK-Blutspendedienstes auf Landesebene seien 330 Krankenhäuser mit Blutprodukten versorgt worden. Der medizinische Fortschritt, viele Operationen und Organübertragungen seien erst durch Bluttransfusion möglich geworden, so Köster, der den einzelnen Blutspendern persönlich dankte.

Mit dabei waren Eduard Hager und Siegmund Ryrich, die 150 Mal Blut gespendet haben. Über seinen Vater sei er zum Blutspenden gekommen, erzählte Eduard Hager, der manchmal wegen einer Gemeinderatssitzung nicht nach Friedrichshafen zum Spenden gehen konnte und längere Wege bis nach Waldburg in Kauf nahm. Nach einer schweren Operation konnte sein Vater nicht mehr zum Blutspenden gehen und schickte seine erwachsenen Kinder dafür hin. „Früher musste man zwei Stunden für einen Blutspendetermin einplanen“, sagte Hager und fügte hinzu: „Und das ohne Vesper.“ Aber damals wie heute sei das Spenden von Blut hoch angesehen.

Viele Blutspender erzählten, dass sie durch Freunde, Kollegen oder Geschwister zum Blutspenden kamen, andere durch die Bundeswehr, die einen Urlaubstag dafür freigab. Siegmund Ryrich sagte, dass er durch die Plakate mit der Aufschrift „Ich geh Blutspenden – und du?“ animiert wurde, zu spenden. „Ich arbeite in der Schweiz, aber spende Blut in Friedrichshafen, weil das Essen nach dem Spenden hier besser ist“, sagte Petra Leichtle, die für 25 Mal Blutspenden geehrt wurde.

Der stellvertretende Vorsitzende der DRK-Ortsgruppe Friedrichshafen, Johannes Scheirle, sagte, dass es im Sommer immer mal wieder Engpässe beim Blut gebe, auch wenn die Ortsgruppe jeden dritten Freitag im Monat Termine zum Blutspenden organisiere.

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