Erstklässler werden ihren Hasenklee bekommen

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 Dieses Jahr gibt es kein Seehasenfest. Die Erstklässler sollen trotzdem ihren Hasenklee bekommen – nur eben nicht auf die tradi
Dieses Jahr gibt es kein Seehasenfest. Die Erstklässler sollen trotzdem ihren Hasenklee bekommen – nur eben nicht auf die traditionelle Art auf dem Adenauerplatz. (Foto: Archiv Andy Heinrich)
Schwäbische Zeitung

Zu unserer Berichterstattung vom 11. Juli über den Brief eines Erstklässlers an den Seehas „Corona beraubt Schüler eines einzigartigen Augenblicks“ und die Kritik in unserer Leserbriefspalte an der Absage des Seehasenfestes und der Verteilung des Hasenklees in seiner gewohnten Form nimmt Robert Ackermann, Präsident des Seehasenfestausschusses, wie folgt Stellung:

„Wenn man sich klarmacht, dass wir im Rahmen des Seehasenfestes nicht von Kindern, sondern von Schülerinnen und Schülern sprechen müssen, wird klar, dass sämtliche Verordnungen, die durch das Kultusministerium erlassen wurden eins zu eins auf das Seehasenfest, auf den Hasenklee und den Umgang mit den Erstklässlern anzuwenden sind. Unter Berücksichtigung der Verordnung, die jegliche außerschulische Veranstaltungen (Schifffahrt, Festzug, Adenauerplatz, Theateraufführungen) schlicht verbietet, haben wir mit der alternativlosen Vorgehensweise immerhin gewährleistet, dass die Erstklässler ihren Hasenklee bekommen. Viele der Kinder hätten kein Verständnis dafür gezeigt, wenn sie ein weiteres Jahr auf den Hasenklee warten müssten. Wie die Ausgabe an den Schulen im Detail stattfinden soll, ist noch gar nicht bekannt.“

Man könne wohl nicht ernsthaft erwarten, dass der Seehasenfestausschuss und sein Präsidium bereits jetzt über Planungen, die diesjährigen Erstklässler für das Seehasenfest 2021 betreffend, in der Öffentlichkeit sprechen. Die Unterstellung, dass das Präsidium gedankenlos darüber hinweggehe, entbehre jeglicher Grundlage, betont Ackermann.

„Für die späte Beantwortung der Briefe von Mika und seinen Eltern übernehme ich, nun auch in der Öffentlichkeit, die volle Verantwortung. Im Umfeld der für Schulleitungen arbeitsreichen ersten Lockerungen des Schulbetriebs Anfang Mai habe ich die Briefe, die im Präsidium eine starke Reaktion ausgelöst hatten, auf meinem Schreibtisch unbeantwortet aus den Augen verloren. Dafür habe ich mich bei der Familie und Mika persönlich entschuldigt und tue dies an dieser Stelle nochmals“, schreibt Ackermann.

„Alles in allem ist dies kein besonders fairer Umgang mit einem ehrenamtlichen Gremium, das es sich nach meiner Sicht in keinem Bezug des Seehasenfestes, insbesondere nicht bei den Kindern, jemals einfach macht oder gemacht hat.“

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