Grund zur Freude für die Rezertifizerung von St. Elisabeth als „Fairtrade School“: Hubert Mangold vom Vorstandsteam des Eine Wel
Grund zur Freude für die Rezertifizerung von St. Elisabeth als „Fairtrade School“: Hubert Mangold vom Vorstandsteam des Eine Welt-Vereins, Schulleiterin Sabine Schuler-Seckinger, Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Wür (Foto: Geislehart)
Schwäbische Zeitung
Brigitte Geiselhart

Schon mal Schokolade aus Costa Rica probiert? Wie wäre es mit getrockneten Mangos oder Maniok-Chips aus den Philippinen? Alles extrem lecker – das darf an dieser Stelle schon mal verraten werden. Diese und andere „fair gehandelte“ Eine Welt- Waren werden in der Häfler Mädchen- und Jungenrealschule St. Elisabeth seit mittlerweile 20 Jahren regelmäßig in der Pause verkauft – natürlich von Schülern. Doch nicht nur deshalb darf man sich seit zwei Jahren ganz offiziell „Faitrade School“ nennen.

„Wichtig ist, dass der Begriff des Fairen Handels in der ganzen Schule umfassend thematisiert wird“, sagt Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit (SEZ) Baden-Württemberg, die am vergangenen Samstag bei einer Feierstunde im Rahmen eines Tages der offenen Tür Schulleiterin Sabine Schuler-Seckinger die Rezertifizierungsurkunde überreichte. Dass der Weg weiterhin das Ziel bleibt, daran lassen Schulleitung, Kollegium und auch Schüler von St. Elisabeth keinen Zweifel. „Wir freuen uns wahnsinnig über die erneute Auszeichnung und werden alles in unseren Kräften stehende tun, um in zwei Jahren erneut rezertifiziert zu werden“, sagt Sabine Schuler-Seckinger.

Ihr Dank gilt allen Beteiligten - allen voran Lehrerkollegin Schwester Christa-Maria Günther. „Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Ohne ihr unermüdliches Engagement wäre vieles nicht möglich“, so das Lob der Schulleiterin. Begeistert zeigt sich aber auch Stadtmarketing-Chef Thomas Goldschmidt. „Friedrichshafen wurde als Fair Trade-Stadt im vergangenen Jahr rezertifiziert. Da stehen uns natürlich Schulen wie St. Elisabeth und das Graf-Zeppelin-Gymnasium, die sich mit viel Einsatz für den weltweiten gerechten Handel einsetzen, sehr gut zu Gesicht“, betont er.

20-jährige Zusammenarbeit

Seit dem 1. April 1998 gibt es in St. Elisabeth die Kooperation mit dem Eine Welt-Verein, sehr zu Freude von Vorstandsmitglied Hubert Mangold. „Gerade die Nachhaltigkeit dieser Arbeit ist vorbildlich“, konstatiert er zufrieden. Auch andernorts ist man auf das Engagement der rührigen Schule schon vor Jahren aufmerksam geworden. So wurde zum Beispiel bereits im Jahr 2000 auf Bundesebene ein zweiter Preis zum Thema „Die fairste Versuchung“ eingefahren.

Ein ganzes Schulteam, das dahintersteht, der „Schulkompass“, der alle wichtigen Ziele festlegt, die thematische Behandlung des Fairen Handels im Unterricht, viele begleitenden Schulaktionen – auch diese Bewertungskriterien wurden von St. Elisabeth zur vollsten Zufriedenheit der SEZ erfüllt.

Und was sagen die Mädchen, die auch an diesem schulischen Festtag die gut sortierten Eine Welt-Waren verkaufen? „Macht Spaß. Und man kann was für Menschen machen, denen es nicht so gut geht“, sagt die 13-jährige Anna Sabia. „Wir machen es freiwillig und wir machen es gern. Wir wechseln und ab, die zeitliche Belastung ist für uns kein Problem“, bestätigen Stella Keberlein, Natalia Vakouftsi und Dilay Gylenoglu unisono. „So wie wir selbst anerkannt und geehrt werden wollen, so wollen wir auch andere anerkennen und ehren. Das bleibt eine goldene Regel unserer Schule“, fasst Sabine Schuler-Seckinger zusammen. Darauf eine Tasse des fair gehandelten „Café Friederico“, der auch im Lehrerzimmer gerne getrunken wird.

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