Elefanten, Schlangen und Krokodile unterwegs

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Action auf der Bühne: die Kinder des Kiga Jettenhausen laden zum Theaterstück und getanzt hat (fast) der ganze Saal.
Action auf der Bühne: die Kinder des Kiga Jettenhausen laden zum Theaterstück und getanzt hat (fast) der ganze Saal. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

„Sprache bewegt was“. Unter diesem Motto bietet der Kindergarten Jettenhausen bereits seit einigen Jahren ein Projekt an. Hier sollen Kinder spielerisch, verbunden mit Tanz und Bewegung, Sprachbegriffe erlernen. In diesem Jahr haben die vier- bis siebenjährigen Kinder zum Projektende ein Theaterstück vorbereitet. Auf der Suche nach der „Glückstrommel“ haben die elf Darsteller und der zehnköpfige Chor im Gemeindesaal von St. Maria Jettenhausen Eltern, Großeltern und Geschwister mitgenommen und zum Tanzen animiert.

Der Häuptling ist unglücklich. Er hat seine Frau verloren und sitzt nur noch traurig in der Ecke. Dabei haben die Kinder alles versucht. Sie haben ihm sein Lieblingsessen gekocht und die Füße gekitzelt, aber traurig ist er immer noch. Zwei Kinder begeben sich auf die Suche nach der sagenhaften Glückstrommel. Unterwegs treffen sie Schlangen, Krokodile und Elefanten. Mit deren Hilfe kann die Trommel aus der Höhle geborgen werden.

Geschichte selbst ausgedacht

Wieder im Dorf angekommen schlagen sie die Trommel an. Die afrikanischen Melodien machen nicht nur den Häuptling wieder glücklich, sondern auch die anwesenden Zuschauer, denn auch sie haben getanzt. Musikalisch begleitet hat der junge Chor das Geschehen, bei denen Schlangen-, Krokodil- und Elefantenlieder für ausgesprochen gute Stimmung sorgten. Die Geschichte haben sich die Kinder selbst ausgedacht und mithilfe der Erzieherinnen in ein Theaterstück umgewandelt. Jaqueline Pecchinenda und Stefanie Rosing begleiten die Kinder bei „Sprache bewegt was“. Jedes Jahr im Herbst werden die Vorschulkinder zu diesem Projekt eingeladen. „Es geht darum, dass die Kinder Begriffe in Verbindung mit Bewegung genauer kennenlernen“, erklärt Jaqueline Pecchinenda. Ein- bis zweimal die Woche treffen sich die Vorschulkinder. „Wenn wir beispielsweise über die Schlange sprechen, gibt es dazu Geschichten, Bewegungsspiele und Lieder“. Tiergeräusche werden nachempfunden, aber auch Gangarten der Tiere. Und wenn sich die Kinder wie Schlangen über den Boden winden, erklärt sich der Begriff „schlängeln“ schon von ganz allein.

Auch wenn der eine oder andere Darsteller etwas nervös war, die kleine, aber feine Aufführung hat ihnen offensichtlich rieseigen Spaß gemacht.

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