Die Beamten kontrollieren Ausweispapiere.
Die Beamten kontrollieren Ausweispapiere. (Foto: polizei konstanz)

Bei einer großangelegten Kontrolle zum Thema „Kriminalität durch und an Zuwanderern“ von Dienstag um 9 Uhr bis Mittwoch um 9 Uhr haben Beamte zahlreiche Personen- und Fahrzeugkontrollen sowie Präventionsmaßnahmen durchgeführt. Dabei waren sie laut Polizei unter anderem auch am Häfler Stadtbahnhof unterwegs, wo sie einen Fokus auf die Fernbusse legten.

„Wir haben in den Bussen breit kontrolliert und nach Personen gesucht, nach denen gefahndet wird und geprüft, ob Betäubungsmittel mitgeführt werden“, sagt Bernd Schmidt, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Konstanz. Außerdem prüften die Beamten, ob Mitreisende falsche Dokumente mit sich führen.

Die Kontrolle fand unter der Federführung des Polizeipräsidiums Konstanz zusammen mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg, dem Hauptzollämtern Singen und Ulm, der bayerischen Grenzpolizeiinspektion Lindau, der Bundespolizeiinspektion Konstanz, der Eidgenössischen Zollverwaltung sowie dem Landratsamt Konstanz im Präsidiumsbereich statt. Ziel der großangelegten Aktion war insbesondere die Bekämpfung der Rauschgift-, Eigentums- und Straßenkriminalität, aber auch Maßnahmen gegen Aggressionsdelikte und Sicherheitsstörungen im öffentlichen Raum und im Personennahverkehr, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung besonders beeinträchtigen.

Neben den Fernbussen kontrollierten die Beamten in Friedrichshafen auch die Fähre, die nach Romanshorn fährt. Ein Fokus der Kontrolle lag auch auf der Bekämpfung von illegaler Migration und Schleusung. Dabei griffen sie auch Personen auf, die noch Geldstrafen zu begleichen hatten. Aber das Augenmerk war nicht nur Privatpersonen gerichtet. Die Polizisten untersuchten auch Betriebe wie Gaststätten nach illegalen Beschäftigungsverhältnissen.

Die Identifizierung von Opfern des illegalen Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung sowie die Aufdeckung entsprechender Straftaten war die Hauptzielrichtung bei der Kontrolle von „Rotlichtbetrieben“. Abgerundet wurde der Sicherheitstag durch begleitende Präventionsmaßnahmen, bei denen Spezialisten insbesondere zum Thema „falscher Polizeibeamter“ informierten.

Am Sicherheitstag beteiligten sich mehr als 300 Einsatzkräfte, die insgesamt über 1100 Personen und rund 230 Fahrzeuge, darunter 14 Reisebusse überprüften. Außerdem wurden 16 Kontrollmaßnahmen in „Rotlichtbetrieben“ und in fünf Gaststätten durchgeführt und rund 1600 Dokumente auf ihre Echtheit überprüft. Insgesamt stellte die Polizei dabei 36 Straftaten fest, dabei waren 15 Verstöße gegen das Beträubungsmittelgesetz, neun ausländerrechtliche Verstöße und vier Verstöße gegen das Waffenrecht.

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