Einladung zum Klavierabend „Let‘s Dance“

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Vier junge Pianisten proben mit Jürgen Jakob Brahms' Ungarischen Tanz Nr. 2 für zwei Klaviere zu acht Händen, Jakob Frisch (rech
Vier junge Pianisten proben mit Jürgen Jakob Brahms' Ungarischen Tanz Nr. 2 für zwei Klaviere zu acht Händen, Jakob Frisch (rechts) wird Rachmaninoff spielen. (Foto: Helmut Voith)

„Let’s Dance“ hat Jürgen Jakob das Konzert überschrieben, bei dem am Sonntag, 17. März, 25 junge Pianisten seiner Klavierklasse an der Musikschule Tettnang im Graf-Zeppelin-Haus ein buntes Programm bieten werden.

Margaret Briody hat um ein Konzert für ihre Reihe „Junge Künstler Konzerte“ angefragt und Jürgen Jakob hat gerne zugesagt, denn alle zwei bis drei Jahre möchte er mit seinen Klavierschülern ein Gemeinschaftsprojekt machen, um sie „aus der Einzelhaft zu befreien“. Während Bläser recht schnell in ein Blasensemble hineinwachsen, sind die Pianisten in der Regel Einzelkämpfer, wenn sie nicht gerade im Duo mit einem Bläser spielen. Dabei ist gerade das Gemeinschaftserlebnis ein wichtiges Anliegen der Musikschulen beim Erlernen und aktiven Ausüben eines Instruments.

Um möglichst viele seiner Schüler von der Möglichkeit zum Auftritt profitieren zu lassen, hat Jakob „alles, was spielfähig ist“, vom talentierten Sechsjährigen bis zum Musikstudenten und zum Profi-Pianisten Helge Herr, einem ehemaligen Schüler, eingesetzt – von den Jüngsten, die sich in langer Reihe am Klavier abwechseln, über Klavier zu vier Händen bis zur Bearbeitung der Ungarischen Tänze von Johannes Brahms für acht Hände an zwei Klavieren. Auf dem Programm stehen Tänze vom barocken Bach-Menuett über Darius Milhauds „Brasileira“ bis zur jazzigen „Hot Sonate“ für Saxofon und Klavier des tschechischen Komponisten Erwin Schulhoff, aber auch Kammermusik mit Klavier und Horn und der erste Satz aus dem Klavierkonzert Nr. 2 von Sergei Rachmaninoff. Die Krönung dürften die Sinfonischen Tänze aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ sein, die Jürgen Jakob selbst zusammen mit Helge Herr am Klavier und Stefan Lohr am Schlagzeug spielen wird.

Geprobt wird sogar am Sonntagmorgen, wo vier Spieler im Pavillon der Tettnanger Musikschule an zwei Klavieren beim Üben des Ungarischen Tanzes Nr. 2 von Brahms anzutreffen sind. Bei der Unterschiedlichkeit der Instrumente fällt es schwer, Feinheiten herauszuarbeiten und die Töne aufeinander abzustimmen, doch Jakob verspricht den Spielern, dass im Graf-Zeppelin-Haus zwei gleichwertige Flügel auf sie warten. Wieder und wieder lässt er ansetzen, bis das Zusammenspiel stimmt, bis die Melodie klar hervortritt. Eine gute halbe Stunde Brahms, dann kommt Jakob Frisch, der wenige Wochen vor dem Abitur steht und hier auswendig den Rachmaninoff-Satz spielt. Auch Regionalsieger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ machen mit, die zwei Wochen nach dem Konzert beim Landeswettbewerb antreten.

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