Einer der schönsten Plätze ist zugeparkt

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 Unter der Linde auf dem Fischbacher Vitusplatz könnte es so schön sein. Wären da nicht die tagelang unbewegten parkenden Autos
Unter der Linde auf dem Fischbacher Vitusplatz könnte es so schön sein. Wären da nicht die tagelang unbewegten parkenden Autos (zum Nulltarif) und das flotte Einfahren in die Einbahnstraße in die falsche Richtung. In der Fischbacher Runde wurde daran Kritik geübt und die Stadt zum Abkassieren ermuntert. (Foto: sig)
Siegfried Großkopf

Viele vor allem ältere Fischbacher nutzen gerne die Bank unter der Linde neben dem Brunnen und der Kirche auf dem Vitusplatz. „Das ist einer der schönsten Plätze in Fischbach“, weiß ein Bürger. Doch die Idylle trügt. Denn der Ort ist permanent vollgeparkt mit Autos. Und das über mehrere Tage, ohne dass die Fahrzeuge bewegt werden. Angefahren wird von der Brücke über die Brunnisach – und in dieser Richtung auch wieder abgefahren – obwohl es sich um eine Einbahnstraße handelt. Da könnte die Stadt ganz schön abkassieren, ermuntert ein Bürger in der Fischbacher Runde die Verwaltung.

„Das ist keine schöne Situation“, bittet ein Bürger um Abhilfe und Parkverbotsschilder, als am Montagabend in St. Magnus die Fischbacher Runde (FR) erstmals nach der Sommerpause wieder zur Sitzung geladen hat. Abhilfe regt er auch bei der Gestaltung des Lindenbaum-Umfeldes an. Dort wurde der Brunnen wiederholt von Fahrzeugen beschädigt, weshalb die Stadt zu dessen Schutz zwei Bügel aufstellen ließ, dabei in der Materialauswahl allerdings kein glückliches Händchen bewiesen hat. Denn Bügel und Brunnen passen nicht zusammen, oder „wie die Faust auf’s Auge“, wie ein Bürger meinte. FR-Sprecher Dietmar Nützenedel versprach, das Ansinnen an die Stadt weiter zu geben.

Kritik von mehreren Seiten wurde an fehlenden Informationen für die Anlieger vor dem Bau des geplanten Trimm-Dich-Pfades beim Klinikum geübt. „Wir wissen von nichts und werden vor vollendete Tatsachen gestellt“, beklagte ein Betroffener, in die Planung nicht einbezogen zu werden, obwohl er als Grundstücksbesitzer dem Vorhaben positiv gegenüber steht und er den Müll fremder Leute entsorgen muss, den „täglich“ um die 60 Leute auf seinem Besitz hinterlassen.

Vor dem Sporthallen-Neubau sind die Fischbacher Vereine für die Bauzeit auf der Suche nach Ausweichmöglichkeiten für einzelne Gruppen. Gesucht werden Unterbringungsmöglichkeiten in anderen städtischen Hallen. Auf der Suche ist auch die Grundschule, für die sich möglicherweis die Gymnastikhalle im TSV-Clubheim anbietet, wie Ute Köhler ins Gespräch brachte. Über sie läuft die diesbezügliche Kommunikation, wie Dietmar Nützenedel sagte.

Ähnliches gilt für die Mehrzweckhalle, deren Bühnentechnik während der Bauphase geprüft wird. Hier sind mehrere Bühneneinrichtungen nicht mehr zulässig. Eine Instandsetzung würde 60 000 Euro kosten. Den Nutzern soll die Frage gestellt werden, welche Bühnentechnik sie benötigen, um künftige Einschränkungen zu vermeiden.

Eine Belebung wünscht sich eine Bürgerin für die neue „wunderschöne Fischbacher Mitte“, die derzeit noch recht steril wirkt, wie sie sagte. Sie denkt an Events der Vereine oder eventuell einen Markt und daran, einen entsprechenden Wettbewerb auszuloben. Auch die Post (die das aus Kostengründen nicht machen wird) oder die Tourist-Information könnte dorthin umziehen, schlägt sie vor. Die Fischbacher Runde will das Thema aufnehmen, wobei zunächst die weitere Bebauung (Firma Welsch-Gelände) abgewartet werden muss.

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