Lydia Schäfer

„Schreck an Deck“ ist noch zweimal während des Seehasenfestes zu sehen: Heute, Freitag, 13. Juli, um 18 Uhr und am Sonntag, 15. Juli, um 10.30 Uhr jeweils im Graf-Zeppelin-Haus. Für die Vorführungen gibt es keine Karten mehr.

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Endlich: Das Seehasenfest ist eröffnet. Am Eröffnungsabend haben die Grundschulen Fischbach und Schnetzenhausen ein farbenfrohes, kurzweiliges und sportliches „Crewsical“ präsentiert. Mit dem Kinderstück „Schreck an Deck“ haben sie den Zuschauern witzige und berührende Momente geschenkt.

280 Schüler haben gesungen und getanzt, sie haben geturnt, sind gerollt und gehüpft. Mit den schmissigen Melodien von Peter Schindler, der zur Premiere eigens aus Berlin angereist ist, haben sie einen wirklich unvergesslichen Auftakt geschaffen. In „Schreck an Deck“ sticht die Kerncrew vom Hafen aus mit der Hohentwiel in die See, pardon, natürlich in den Bodensee. Ruckzuck soll es Richtung Romanshorn und Konstanz gehen. Kein Problem für den coolen Käpt’n Robbe, obwohl das Gerücht herumgeht, dass es im See ein Tiefseemöhrenfeld mit einem dort wohnenden Seehas gibt. Aber diese Geschichte ist sicherlich nur Seemannsgarn, ist sich der Kapitän sicher.

Und während sie auf dem See umherschippern, geht der Alltag an Deck weiter. Dort könnt’s übrigens echt schön sein, wenn da nicht der Smutje wäre, der die unmöglichsten Gerichte wie Algenfrikadellen mit grün-rot-weißer Schlammsoße oder Möwenschisspfannkuchen serviert. Schnell ist klar: dem Koch gehört ein Streich gespielt. Die quirligen Matrosen Quak und Quaki sind sofort dabei. Nur wie? Da muss schon der Klabautermann herhalten, der Schreck aller Matrosen und bekanntlich noch grusliger ist, als alle Seegrendl und Seewaldkobolde zusammen. Kurzerhand verkleiden sich Quak und Quaki und erschrecken den Koch, der am Ende aber doch die stärkeren Nerven behält.

Überhaupt geschehen Dinge auf dem Bodensee, die man dort wahrlich nicht erwartet: Möwen, die Einrad fahren, Frösche, die auf Bällen hüpfen oder Räder schlagen, an Seilen hochklettern und auf Rollschuhen unterwegs sind, bunte und anmutige Quallen und jede Menge Fische, die den Chor bilden und schließlich rollt der Seehas auch noch über die Bühne: „Also doch kein Gerücht“, stellt Käpt’n Robbe fest. Ebenfalls mit dabei: die ehemalige Postmöwe, die früher von Schiff zu Schiff die Briefe verteilt hat, aber heute ihren Ruhestand genießt und gesanglich für wirklich berührende Momente sorgt.

Ein Stück mit Charme und Witz und jeder Menge eingebauten Lokalkolorit. Den beiden Grundschulen ist ein echter Hingucker und Hinhörer gelungen. Eine charmante Kindergeschichte, die durch die schillernden Kostüme der Chöre besticht, Regenschirme werden in bunte und anmutige Quallen verwandelt und die Hauptdarsteller verzaubern das Publikum. Die peppigen Melodien von Peter Schindler sind Popsongs mit klassischen Elementen, die die Geschichte rund um Käpt´n Robbe, Quick und Quackis, dem Koch Hase, der Möwe und den beiden Erzählern umrahmen. Das Ensemble des Stadtorchesters Friedrichshafen sind als Bord-Musiker mit von der Partie, Gabi Gerdau hat die Thetaerarbeiten und Regie übernommen und die Gesamtleitung hat Schulleiterin Christine Waggershauser.

„Schreck an Deck“ ist noch zweimal während des Seehasenfestes zu sehen: Heute, Freitag, 13. Juli, um 18 Uhr und am Sonntag, 15. Juli, um 10.30 Uhr jeweils im Graf-Zeppelin-Haus. Für die Vorführungen gibt es keine Karten mehr.

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