Das Organisationsteam sorgt mit vielen Aktionen für einen abwechslungsreichen Apfelwandertag.
Das Organisationsteam sorgt mit vielen Aktionen für einen abwechslungsreichen Apfelwandertag. (Foto: Fotos: Lydia Schäfer/cou)
Lydia Schäfer

Rund um Ettenkirch geht’s am Sonntag, 1. September, rund. Das Organisationsteam des fünften „Apfelwandertags Ettenkirch“ lädt an diesem Tag zu zahlreichen Aktionen auf einem Wanderrundweg ein. Auf der viereinhalb Kilometer langen Strecke gibt es vier Stationen, an denen die Besucher einkehren können. Es gibt Musik und Kinderprogramm sowie Informations- und Verkostungsstände. Erstmalig wird es eine Haltestation auf dem Hof Amann geben. Der Apfelwandertag beginnt um neun Uhr auf dem Obsthof Bernhard.

„Das ist der fünfte Apfelwandertag, der in jedem zweiten Jahr ausgerichtet wird“, sagte Franz Bernhard vom Organisationsteam. Ursprünglich habe man für die Kirchensanierung gesammelt, „aber die Aktion ist damals so gut angekommen, dass wir beschlossen haben, sie zu wiederholen“. Seither wird der Apfelwandertag alle zwei Jahre angeboten.

Jeder Besucher erhält gegen ein Benefiz-Startgeld von sieben Euro ein Probierglas und dazu entweder drei Füllungen mit Most oder mit Apfelsaft. Die Einnahmen kommen den Jugendabteilungen der Ettenkircher Vereine zugute. So soll der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Ettenkirch, der Sportverein, der Musikverein und die Narrenzunft vom Erlös profitieren.

Der rund viereinhalb Kilometer lange Rundwanderweg führt durch die Apfellandschaft rund ums Dorf. Gestartet wird auf dem Obsthof der Familie von Norbert und Hiltrud Bernhard in Furatweiler. Den Auftakt macht ein Gottesdienst. Der Musikverein Ettenkirch sorgt für Musik und die Besucher erfahren alles über konventionellen Obstanbau, werden zur Apfelverkostung gebeten, bekommen Infos über Lagerung und Sortierung des Obstes und können sich über die Kunst des Brennens informieren. Vom Obsthof aus geht es Richtung Wirgetswiesen zum Hof von Wolfgang und Sabine Schütterle, wo es Infos über den Bio-Anbau gibt.

Was in der Küche wie verwertet werden kann, wissen die Landfrauen, die Tipps zur „Low Waste Küche“ und zum Umgang mit Lebensmitteln in petto haben. Die nächste Station ist der Hof von Paul und Susanne Amann Richtung Krehenberg, die in diesem Jahr erstmalig dabei sind. Paul Amann zeigt die Kunst der Motorsägen-Schnitzarbeiten. „Aber auch die Themen Tierhaltung, Bodenaufbereitung und Kompostierung stehen bei uns auf dem Programm“, erklärt Amann. Die vierte Station ist dann der Hof von Alex und Gisela Schmeh in Huiweiler. Hier kann sich der Besucher über Holzverwertung und Brennholz informieren. Auch Imker werden vor Ort sein, die Fragen rund um das Thema Bienenzucht beantworten. Ferner wird ein Informationsstand zu den sogenannten Grünen Berufen vorgestellt, die sich im Agrar- und Ernährungsbereich sowie der Forstwirtschaft ansiedeln, sowie Fragen rund um die Landschaftspflege beantwortet. An jeder Station gibt es Verpflegung, jede Menge Musik und ein Kinderprogramm. Zu Letzerem zählen Ponyreiten, Hüpfburg, Fußballkäfig, Torwand, Kistenstapeln, Rollrutschbahn, der Spielofant aus Ravensburg und vieles mehr. Es soll ein Tag werden, der Spaß machen, aber auch Wissen vermitteln soll. „Den Landwirten ist es auch wichtig, in den Dialog mit dem Konsumenten zu treten“, erklärt Franz Bernhard. Die Besucher erfahren viel über unterschiedliche Produktionsweisen, aber beispielsweise auch, „warum Hagelnetzte wichtig sind oder was Pflanzenschutz eigentlich bedeutet“.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Ortschaft Ettenkirch, unterstützt von der Landesaktion „Gläserne Produktion“ des Bodenseekreises und findet bei jedem Wetter statt.

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