Der Vorstand des Sinfonieorchesters Friedrichshafen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück (von links): Barbara Petith, And
Der Vorstand des Sinfonieorchesters Friedrichshafen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück (von links): Barbara Petith, Andrea Hengelhaupt, Tommy Strandberg, Joachim Trost, Ulrike Sailer, Michael Streich, Katharina Möhle und Corinna Raupach. (Foto: Jörg Hartmann)
Schwäbische Zeitung

Hinter dem Sinfonieorchester Friedrichshafen liegt ein ereignisreiches Jahr. In ihrem Rückblick bei der Jahreshauptversammlung hat die Vorsitzende Andrea Hengelhaupt vor allem an die Reise nach Frankreich erinnert. Im Frühjahr folgte das Orchester einer Einladung in Friedrichshafens Partnerstadt St. Dié zum dortigen „Orchestival“, einem Festival vor allem regionaler Musikensembles. Auf dem Programm stand Kammermusik von Schubert, Janacek, Brahms und Strauß, heißt es in einem Schreiben des Orchesters. „Wir haben dort viel Gastfreundschaft erfahren. Wir wurden mit einem Buffet inklusive Nachtisch empfangen, die Kulturbürgermeisterin begrüßte uns auf der Bühne und wir bekamen eine tolle Stadtführung“, sagte Hengelhaupt.

Für die „Romantische Opernnacht“ im Tettnanger Schlosshof setzte der Verein die Tradition fort, mit jungen Leuten an der Schwelle zum Profileben zusammenzuarbeiten. Die Sängerinnen Maria Hegele und Anna-Magdalena Perwein haben sich schon als Studentinnen in Salzburg zu einem Duo verbunden. „Ich denke gern an die jungen Damen zurück, die grandiose Leistungen erbracht haben“, sagte Musikdirektor Joachim Trost, der Musikalische Leiter. Anspruchsvoll war das Sinfoniekonzert im Dezember mit Brahms vierter Sinfonie und dem ersten Hornkonzert von Richard Strauss. „Mit Felix Klieser hatten wir einen Hornisten, der uns im dritten Satz an unsere Tempogrenzen führte“, sagte Trost.

Neuer Vorstand ist der alte

Für dieses Jahr steht zunächst eine Matinée am ersten Mai im Klostersaal Weissenau an. „Dafür haben wir uns das große Projekt ,Der Tod und das Mädchen’ von Schubert vorgenommen, das in der Region so noch nie gespielt wurde“, sagt Trost. Mit Miriam Gruhle kommt eine junge Solistin, die ein Schubert-Rondo für Violine interpretieren wird. Die Schlosshofserenade steht unter dem Motto „Hör nach bei Shakespeare“ und im Dezember soll es Tschaikowskis sechste Sinfonie und Mendelssohns Violinkonzert geben. Mit 78 Aktiven und 43 Passiven ist die Mitgliederzahl stabil. Bei den Finanzen stehen Ausgaben von 31 300 Euro Einnahmen von 28 800 Euro gegenüber. Das meiste Geld gibt der Verein für Honorare aus, die Einnahmen setzen sich aus Konzertvergütungen, Zuschüssen und Mitgliedsbeiträgen zusammen. „Das Minus von 2500 Euro geht vor allem auf Kosten der Konzertreise nach St. Dié“, sagte Schatzmeisterin Katharina Möhle. Der Verein habe aber ausreichend Rücklagen. Der Vorstand ist nach der einstimmigen Wiederwahl von Notenwart, einem Beisitzer und dem Kassenprüfer der alte. Im kommenden Jahr stehen umfassendere Wahlen an.

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