Ein besonderer Preis zum runden Geburtstag

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 Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) und Jörg Schmidt, Präsident des Schwäbischen Chorverbands, überreichen die Conr
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) und Jörg Schmidt, Präsident des Schwäbischen Chorverbands, überreichen die Conradin-Kreutzer-Tafel an Andrea Wesener und Oskar Rapp. (Foto: Faruk Ünver)
Schwäbische Zeitung

Beim Landesmusikfest in Lahr wurde der Philharmonische Chor Friedrichshafen mit der Conradin-Kreutzer-Tafel geehrt. Das teilt der Chor in einer Pressemitteilung mit. Der baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und von Jörg Schmidt, Präsident des Schwäbischen Chorverbands, überreichten die Tafel.

Voraussetzung für die nach dem deutschen Komponist und Dirigent Conradin Kreutzer aus Meßkirch benannte Auszeichnung ist, dass der Verein seit mindestens 150 Jahren besteht und sich in dieser Zeit „künstlerische, volksbildende und kulturelle Verdienste um die Pflege der Laienmusik“ erworben hat. Ins Leben gerufen wurde die Conradin-Kreutzer-Tafel 1998 vom ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel. „Wir feiern in diesem Jahr unser 150-jähriges Jubiläum und haben als weitere Voraussetzung bereits die Zelter-Plakette zu unserem 100-jährigen Bestehen erhalten“, sagte Oskar Rapp, Vorsitzender des Philharmonischen Chores. Verbunden mit dem Antrag sei eine genaue Darstellung der Vereinsgeschichte gewesen. Insgesamt 38 Vereine, darunter 32 Chöre, erhielten in diesem Jahr die Conradin-Kreutzer-Tafel.

Ein Ansporn für die Zukunft

„Die Auszeichnung bedeutet uns sehr viel und wir sehen sie als Zeichen der Wertschätzung“, sagt Oskar Rapp. Gleichzeitig sei sie für den Philharmonischen Chor Friedrichshafen ein Ansporn für viele weitere anspruchsvolle Konzerte mit sehr guter gesanglicher Leistung. Zur Aufführung kommen insbesondere Werke aus dem klassischen Oratorienbereich, aber auch zeitgenössische Werke unter Mitwirkung eines professionelles Orchesters und namhafter Solisten.

„Und eine neue Welt, und eine neue Welt“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn intonieren die Sänger bei ihren wöchentlichen Proben im Graf-Zeppelin-Haus (GZH). Aktuell bereitet sich der Philharmonische Chor unter der Leitung von Musikdirektor Joachim Trost auf sein zweites Jubiläumskonzert am 2. Dezember im GZH vor. „Zu diesem Werk haben wir eine ganz besondere Beziehung. ‚Die Schöpfung‘ war unser erstes Konzert nach dem Zweiten Weltkrieg, sie wurde zum 100-jährigen Jubiläum aufgeführt und auch im Jahr 2000 haben wir sie gesungen“, berichtet Andrea Wesener, stellvertretende Vorsitzende.

Begleitet wird der Chor von der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Als Solisten wurden Katja Stuber (Sopran), Tilman Lichdi (Tenor) und David Steffens (Bass) gewonnen. „Wir freuen uns, wenn engagierte Gastsänger bei diesem Konzert dabei sein möchten“, sagt Oskar Rapp. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um bei den Proben, jeweils dienstags von 20 bis 21.45 Uhr, einzusteigen.

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