Egerländer verbeugen sich vor Gründungsvater

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In Gedenken an Ernst Mosch spielen die Egerländer Musikanten ein eigens komponiertes Stück. Mit dabei ist auch der Posaunist und
In Gedenken an Ernst Mosch spielen die Egerländer Musikanten ein eigens komponiertes Stück. Mit dabei ist auch der Posaunist und Musikstudent Andi Joos aus Tettnang-Dietmannsweiler (im Bild oben links). (Foto: Christian lewang)
Christian Lewang

Im Rahmen ihrer „Musikantenstolz“-Tournee 2018/2019 hat eines der erfolgreichsten und beliebtesten Blasorchester der Welt am Freitagabend in Friedrichshafen gespielt. Die Egerländer Musikanten präsentierten 30 Musikstücke. Zur Erinnerung an Ernst Mosch, den Gründer des Orchesters, haben die Musiker ein eigens komponiertes Stück vorgestellt.

Doch bevor die Egerländer auf der Bühne standen, unterhielten die acht Musiker von Blech & White im GZH-Foyer mit böhmisch-mährischer, moderner Musik aus Graz.

Moderator Edi Graf führte durch das Programm und stellte humorvoll mit Pointen und Anekdoten der Egerländer den Kontakt zum Häfler Publikum her.

Mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“ und großem Beifall für Orchesterchef Ernst Hutter – samt Tenorhorn – begann stürmisch der erste Teil eines wunderschönen Blasmusikabends. Nicht nur mit musikalischen Schmankerln der Ernst-Mosch-Abschiedstournee aus dem jahr 1998 überraschte das 20-köpfige Orchester, auch neue Stücke wussten bei den rund 700 gekommenen Musikfreunden, darunter viele aktive Blasmusiker, im großen Hugo-Eckener-Saal sehr zu gefallen.

Gesanglich, gar nicht mehr wegzudenken ist das Gesangsduo Katharina Praher und Nick Loris. Sie erzählen in musikalischer Harmonie mit verklärtem Blick vom Leben und Lieben im Egerland sowie der wunderschönen Landschaft des heutigen tschechischen Cheb.

Es folgten neben dem „Musikantentraum“, dem weich emotionalen vorgetragenen Walzer „Sommernacht in Prag“ und „So ein schöner Tag“ weitere Klassiker. Zünftig schmissig ging’s im Anschluss daran mit der „Eddi Polka“ aus der Feder von Edgar Wehrle weiter. Evergreens wie „Alte Freunde“, „Wenn Egerländer träumen“ sowie „Wir sind Kinder von Eger“ beschlossen den ersten Teil des imposanten Abends.

Mit Musikstücken aus der Egerländer Gründungszeit, ab 1956, und Klassikern wie der „Anna Polka“ bis hin zu Stücken der Jetzt-Zeit ging es bestgelaunt in den zweiten Teil des wunderschönen Abends.

Nach dem zweiten Musikblock, dem Polka-Gesang „Caroline“ , „Ein Abend am Meer“ und dem traditonellen „Egerländer Jubiläumsmarsch“ von Ernst Mosch wurde dem legendären Gründungsvater mit dem eigens für ihn komponierten Stück „Memory Ernst Mosch“, komponiert und vorgetragen von Ernst Hutter an der Posaune, gedacht.

Ein weiterer Höhepunkt war das Stück „Trompetensterne“. Glasklar und brillant vorgetragen von fünf Solisten für Trompete ließ das Lied das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen. Es folgte mit „Musikantenstolz“ die namensgebende Polka der Tournee des Komponisten Jaroslav Skabrada.

Mit „Bis bald, auf Wiederseh’n“ läuteten die Vollblutmusiker unter der Leitung von Ernst Hutter das Ende des Abends ein, ließen sich jedoch selbstverständlich noch zu Zugaben hinreißen wie „Das Feuer brennt weiter“, der „Löffelpolka“, „Auf der Vogelwiese“ und „Gute Nacht“.

Am kommenden Mittwoch, 15. Mai, jährt sich zum mittlerweile 20. Mal der Todestag von Gründungsvater Ernst Mosch. Die 20 Vollblutmusiker rund um Ernst Hutter erinnerten gebührend an den ehemaligen Leiter. Mit dabei in den Reihen der „Egerländer“ war auch der Posaunist und Musikstudent Andi Joos aus Tettnang-Dietmannsweiler, der bei „Fättes Blech“ und beim Musikverein Tannau musikalisch aktiv ist und mit rund 40 Fans im Publikum ins GZH angereist ist.

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