E-Rollator-Erfindung hofft auf Durchbruch in TV-Show „Höhle der Löwen“

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 Diesen in Kooperation mit der Häfler Firma Kern Antriebstechnik gebauten Rollator, bei dem die Motoren in den beiden Hinterrei
Diesen in Kooperation mit der Häfler Firma Kern Antriebstechnik gebauten Rollator, bei dem die Motoren in den beiden Hinterreifen stecken, haben drei junge Stuttgarter in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt, um einen Investor zu gewinnen. (Foto: „eMovements“)
Sportredakteur

Für Bewegung auf dem Rollatormarkt sorgt derzeit die junge Stuttgarter Firma „eMovements“ mithilfe der Friedrichshafener Kern Antriebstechnik GmbH. Die drei Gründer aus der Landeshauptstadt haben nämlich in Kooperation mit dem Häfler Motorenbauer eine Weltneuheit entwickelt: den Rollator mit elektrischem Antrieb.

Startkapital hat sich das Stuttgarter Trio jetzt in der Gründer-Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ holen wollen. Am Dienstagabend können die TV-Zuschauer auf dem Sender Vox ab 20.15 Uhr selbst sehen, ob es dabei erfolgreich war, denn die Sendung ist vor einigen Tagen bereits aufgezeichnet worden.

Ob einer der Löwen zugepackt hat und als Investor Startkapital zur Verfügung stellt, wollte und durfte Gründer Benjamin Rudolph auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung noch nicht sagen, denn Vox hat ihm vertraglich einen Maulkorb verpasst.

Die Tatsache, dass Rudolph nun aber bestens gelaunt zu allen weiteren Fragen rund um den flinken Rolli Stellung nahm, legt die Vermutung nahe, dass das Trio nicht mit leeren Händen aus dem Fernsehstudio abgereist ist. Rudolph: „Das Produkt ist einfach klasse, der Markt ist riesig. Wir sind vom Erfolg 100 Prozent überzeugt.“

„ello“ haben die Schwaben den im Internet für 2890 Euro erhältlichen Rollator getauft, der laut Produktbeschreibung „durch seinen unauffällig in die Hinterräder eingebauten elektrischen Antrieb zu mehr Sicherheit und Komfort beiträgt. Hindernisse, Steigungen, Gefälle oder Bordsteinkanten, die mit herkömmlichen, rein mechanischen Rollatoren nur schwer oder gar nicht zu bewältigen sind, meistert er mit Leichtigkeit. ello rollt, ohne dass Sie Kraft zum Schieben aufwenden müssen, auch mit gefüllter Einkaufstasche – besonders bei Steigungen bergauf und bergab eine echte Erleichterung!“

„Das Produkt ist einfach klasse, der Markt ist riesig. Wir sind vom Erfolg 100 Prozent überzeugt.“

Gründer Benjamin Rudolph

 

Dazu unterstützen weitere Funktionen, wie ein integrierter Notruf, eine Ortungsfunktion, eine Beleuchtung und eine automatische Bremse die sichere Fortbewegung. Ausgetüftelt hat den innovativen Elektromotor die Häfler Firma Kern.

Deren Salesmanager Rudolf Bauer sagt: „Die Gründer haben mich mal auf einer Messe in Nürnberg angesprochen. So hat sich die Zusammenarbeit entwickelt.“ Die Techniker vom See - von der Chance des Produkts überzeugt - machten sich sogleich an die Arbeit. Schnell sei man von der anfänglichen Idee abgerückt, einen Motor äußerlich sichtbar am Rollator anzubringen, sagt Bauer.

„Der Markt ist riesig und liegt in ganz Europa“

Kern-Salesmanager Rudolf Bauer 

 

Die Häfler hatten nämlich den pfiffigen Einfall, jeweils einen Antrieb in den beiden Hinterrädern des Rollators einzubauen, womit sie quasi unsichtbar sind. Nachdem sich zehn Prototypen bewährt hatten, sind mittlerweile 800 Motoren hergestellt worden, mit denen 400 auf dem freien Markt erhältliche „ellos“ bestückt worden sind. „Der Markt ist riesig und liegt in ganz Europa“, glaubt Bauer gar an den internationalen Erfolg der motorisierten Gehhilfe.

Ob jetzt auch einer der Löwen auf „ello“ setzt, erfahren TV-Zuschauer am Dienstagabend.

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