DRK-Altkleidercontainer haben ein neues Design

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„Altkleider werden nach wie vor benötigt – und sie gehören nicht in den Restmüll“: Karl-Heinz Jaekel (Abteilungsleiter Sozialarb
„Altkleider werden nach wie vor benötigt – und sie gehören nicht in den Restmüll“: Karl-Heinz Jaekel (Abteilungsleiter Sozialarbeit und stellvertretender Kreisgeschäftsführer), Fachbereichsleiterin Andrea Sinclair und Fawzi Habbab vom DRK-Cont (Foto: brigitte geiselhart)
Brigitte Geiselhart

Sie sind ein Zeichen für gesellschaftliche Solidarität und gegen die Wegwerfgesellschaft – und sie haben jetzt auch ein neues Gesicht: Die Altkleidercontainer des DRK-Kreisverbandes Bodenseekreis werden derzeit kreisweit ausgetauscht.

„Das neue Design erhöht den Wiedererkennungswert und außerdem wurden sie im Bereich der Einwurfklappe leicht modifiziert, um Diebstähle gespendeter Bekleidung zu verhindern“, sagt der stellvertretende DRK-Kreisgeschäftsführer Karl-Heinz Jaekel. Stolz ist man beim DRK aber auch auf ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. „In unserer drei DRK-Kleiderläden im Bodenseekreis werden die gespendeten Kleider direkt an Bedürftige im Landkreis weitergegeben“, betont Fachbereichsleiterin Andrea Sinclair. Im vergangenen Jahr sammelte der DRK-Kreisverband insgesamt 490 Tonnen Altkleider.

60 Container im Kreisgebiet

„Altkleider werden nach wie vor benötigt – uns sie gehören nicht in den Restmüll“, so das Credo des DRK-Kleiderdienstes, wo auch 90 Ehrenamtliche – etwa beim Sortieren – kräftig mit Hand anlegen. Insgesamt sind mehr als 60 DRK-Altkleidercontainer im Kreisgebiet aufgestellt. Beschädigte oder verschmutzte Ware, die in die Container gelangt, wird vom DRK an den Textil-Recycler „Texaid“ abgegeben und kommt schließlich durch hochwertiges Recycling als Fasermaterial in der Industrie zum nochmaligen Einsatz. „Aber etwa 30 bis 40 Prozent der in den Containern abgegebenen Bekleidung ist gute, weiterhin tragbare Ware“, so die Erfahrung von Andrea Sinclair. „Diese wird in unseren Kleiderläden in Friedrichshafen, Uhldingen-Mühlhofen und Überlingen zu günstigen Preisen abgegeben.“

Kunden mit geringem Einkommen erhalten demnach eine Berechtigungskarte, mit der sie weitere 60 Prozent Ermäßigung bekommen. Grundsätzlich seien die DRK-Kleiderläden aber für jedermann offen – und erfüllten daher einen hohen sozialen und ökologischen Nutzen, wie man vonseiten des DRK betont. Dafür sprechen auch die beeindruckenden Zahlen: Im vergangenen Jahr verzeichneten die drei Kleiderläden des DRK insgesamt 40 000 Kunden. Und in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden auch schon wieder mehr als 16 000 Kunden gezählt – und 73 000 Artikel verkauft. „Unter den Kunden sind nicht nur Migranten, sondern auch einheimische Mütter mit Kindern oder viele ältere Menschen“, sagt Karl-Heinz Jaekel. Einerseits sei man glücklich, dass das Angebot des DRK auf so große Resonanz stoße, andererseits stelle man sich natürlich schon die Fragen, warum in unserer Gesellschaft so große Bedürftigkeit zu verzeichnen sei.

Die Standorte der DRK-Altkleidercontainer sind online unter www.drk-kv-bodenseekreis.de abrufbar. Größere Mengen Altkleider können auch direkt im Rotkreuz-Zentrum in der Rotkreuzstraße 2 abgegeben werden. Geöffnet ist montags, dienstags, mittwochs und freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr.

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