Do-Days ziehen 10.000 Besucher an
Ideales Ausflugs- vor allem aber Flugwetter herrschte an beiden Tagen
Freier Mitarbeiter

Rund 10000 Besucher haben am Samstag und Sonntag laut David Dornier die Do-Days besucht. Ideales Ausflugs- vor allem aber Flugwetter herrschte an beiden Tagen und sorgte im Dornier-Museum für klingelnde Kassen.

Bereits gegen 11 Uhr bildeten sich zeitweise langen Schlangen vor dem Eingang: „Wir dürfen sehr zufrieden sein. Sonnenschein pur, gut gelaunte Gäste und ein Rahmenprogramm, dass sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen konnte“, sagte Museumschef Dornier im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung.

Sonnenschein, angenehme 27 Grad, kaum Wind: Die diesjährigen Do-Days präsentierten sich mit einem abwechslungsreichen Programm bei traumhaften Bedingungen von ihrer besten Seite. Ob Rundflüge mit der legendären Ju 52, mit dem Hubschrauber, dem Doppeldecker „Boeing Sterman“, ob ein Trip durch die Lüfte mit dem Mehrzweckflugzeug Broussards oder ein Ausflug an Bord der Dornier Do 27: Bereits früh waren die meisten Flüge ausgebucht, die Nachfrage enorm: „Ich habe für mich und meinen Sohn vor Ort einen Hubschrauber-Rundflug gebucht und bin begeistert, denn ich durfte auf dem Co-Pilot-Sitzplatz nehmen, very cool“, schwärmte Besucher Hans, bevor er vor zahlreichen Schaulustigen am Zaun in die Lüfte abhob.

Überschattet vom Unglück in der Schweiz

Überschattet vom tragischen Unglück der „Tante Ju“ in der Schweiz, hätten laut David Dornier einige wenige ihre bereits gebuchten Flüge storniert. „Die freigewordenen Plätze konnten sofort über die Warteliste wieder belegt werden. Alles ist gut gelaufen. Mit diesem Wochenende haben wir die Faszination Fliegen unseren vielen Gästen aus nah und fern ein Stück weit näher gebracht, aber auch tolle Werbung für unser Museum machen können “, betonte Dornier.

Sehr gefragt waren neben dem Rahmenprogramm im und um das Museum die Gastflugzeuge, unter anderem die Do24 ATT von Iren Dornier, der imposante Militärhubschrauber Ch-53, der dröhnende Weltkriegsbomber North American B-25J Mitchell samt der T-28 Trojan, aber auch die Messerschmitt M17, die Yak-52 oder der Doppeldecker Antonov An-2. „Die Do-Days sind für uns eine wunderbare Plattform, unsere Breitling Super Constellation, liebevoll auch „Connie“ genannt, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Sie gilt als das schönste Passagierflugzeug der Welt, das je gebaut wurde. Zudem ist unsere Connie von den wenigen noch existierenden Super Constalltions zurzeit weltweit die einzige in betriebsfähigen und für Passagiere zugelassenem Zustand“, erklärte Pilot Peter über den „Star of Switzerland“.

Piloten standen hoch im Kurs 

Hoch im Kurs standen die eigentlichen Protagonisten: Die Piloten und ihre Do 27, die gleich reihenweise am Flughafen ihr Stelldichein gaben. Wer kennt es nicht, jenes robuste aber unglaublich vielseitig einsetzbare und zuverlässige Flugzeug, das durch den Tierfilmer Bernhard Grzimek in Zebra-Bemalung mit Forschungsflügen über die Serengeti zu Weltruhm gelang. Wer es spektakulär und mal so richtig laut brauchte, war bei der Airshow mit den Flying Bulls bestens aufgehoben. Während die North American B-25 Mitchell über das Gelände mit ohrenbetäubendem Lärm don

nerte, zeigte die Flughafen Feuerwehr mit Demonstrationsübungen ihre Leistungsstärke. Kein Pilot und trotzdem am Steuer sein? „Ich bin im Flugsimulator geflogen. Unglaublich, wie echt sich das anfühlt. Ich bin schwer beeindruckt und werde mich nun noch mehr für das Fliegen interessieren“, meinte der 16-jährige Fabian nach seiner virtuellen Runde um den Bodensee, bevor er sich aufmachte, um die ehrwürdige „Tante Ju“ beim Start zu verfolgen.

 

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